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27.09.2006

Verbraucher bevorzugen inländische Online-Shops

Die europäischen Verbraucher trauen bei ihren noch immer seltenen Einkäufen im Internet ausländischen Anbietern noch weniger als inländischen.


Laut einer aktuellen Eurobarometer-Umfrage haben in den vergangenen zwölf Monaten 27 Prozent der EU-Bürger zumindest eine Online-Bestellung getätigt, allerdings haben nur sechs Prozent der EU-Bürger dabei außerhalb ihres Wohnlandes eingekauft.

Grund dafür ist laut Umfrage fehlendes Vertrauen in Händler in anderen EU-Ländern. Die Österreicher zählen mit 18 Prozent gemeinsam mit den Dänen (19 Prozent) zu den EU-Bürgern, die am häufigsten grenzüberschreitend Internet-Einkäufe tätigen.

Angst vor Betrügereien
"Es gibt noch einiges zu tun, um das Vertrauen der Verbraucher so zu steigern, dass das Potenzial des EU-Binnenmarktes voll ausgeschöpft werden kann", sagte ein Sprecher des für Verbraucherschutz zuständigen Kommissars Marko Kyprianou.

Zum Teil sei die Zurückhaltung bei Käufen im Ausland auch auf mangelnde Informationen über die EU-weit geltenden Verbraucherschutz-Bestimmungen zurückzuführen. 71 Prozent befürchten in der Umfrage etwa mehr Probleme bei Beschwerden, 65 Prozent glauben, dass sie wegen der größeren Distanz leichter Rückgabefristen verpassen, 68 Prozent, dass sie dann leichter Opfer von Betrügereien werden könnten.

25.000 EU-Bürger wurden befragt
Doch auch fremde Sprachen scheinen eine Hürde für viele EU-Bürger zu sein: 62 Prozent der Befragten gaben an, sie seien nicht bereit, in einer anderen als ihrer Muttersprache einzukaufen, nur ein knappes Drittel hätte damit keine Probleme.

Österreich liegt hier genau im EU-Schnitt; mehr Bereitschaft zum Umgang mit Fremdsprachen gibt es vor allem in den Niederlanden, Schweden, Dänemark, aber auch in mehrsprachigen Ländern wie Luxemburg, Belgien oder Malta.

Zudem scheinen auch Geschmäcker und Gewohnheiten eine Hürde für mehr grenzüberschreitende Shoppingtouren darzustellen. 68 Prozent der EU-Bürger gaben an, ohnehin lieber persönlich einkaufen zu gehen, als via Internet, Post oder Katalog.

Artikel lesenOnlineshop kassiert, liefert aber nicht (02.09.2006)

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