Logo Arbeiterkammer
Hauptnavigation weiter zur Übersicht aller aktuellen Tests nützliche Links und hilfreiche Adressen zur Startseite
zur Übersicht aktueller Tests
26.03.2008

Global 2000 warnt vor Pestiziden in Weinen

Nachdem Umweltschutzorganisationen in Europa 40 verschieden konventionell erzeugte Weine auf Pestizidrückstände getestet haben, warnt Global 2000 vor entsprechenden gefährlichen Stoffen im Weinglas.


Untersucht wurden zehn österreichische, 13 französische, zehn deutsche, vier italienische, ein australischer, ein chilenischer und ein südafrikanischer Wein. Laut Global 2000 enthielten alle Rückstände von gefährlichen Pestiziden.

Bis zu zehn verschiedene Pestizide
Der Wein mit den meisten Chemierückständen enthielt demnach zehn verschiedene Pestizide, im Durchschnitt seien die getesteten konventionellen Weine mit vier verschiedenen Pestizidrückständen belastet gewesen, heißt es in einer Aussendung.

Insgesamt seien 24 verschiedene Pestizide nachgewiesen worden, davon seien fünf von der EU als krebserregend, erbgutverändernd, reproduktionstoxisch, oder hormonell wirksame Stoffe eingestuft.

Weintrauben besonders belastet
Global 2000 Pestizidexpertin Lisa Kernegger warnt dementsprechend: "Pestizide, die in der Landwirtschaft angewandt werden, landen auf unserem Teller und in diesem Fall auch in unseren Gläsern. Diese Untersuchung zeigt, dass leider auch verarbeitete Produkte nicht frei von Pestizidrückständen sind". Weintrauben würden zu den am stärksten pestizidbelasteten Produkten in Europa zählen.

Für Weinbauernverband "absolute Fehlinformation"
Vom Österreichischen Weinbauverband kommt heftige Kritik an der aktuellen Global-2000-Meldung über belasteten Österreichischen Wein. Laut Verbandpräsident Josef Pleil würde man die Behauptungen "komplett zurückweisen".

Er "schließe absolut aus, dass in Österreichischen Qualitätsweinen Pestizidrückstände sind", so Pleil gegenüber dem ORF. Die Aussagen von Global 2000 bezeichnete der Präsident des Weinbauernverbandes als "absolute Fehlinformation", die Organisation habe "nicht ordentlich recherchiert".

Österreich habe bei Pestiziden mit Abstand die strengsten Bestimmungen und diese würden selbstverständlich eingehalten, so Josef Pleil.

Artikel lesenSalat: Besorgniserregende Pestizidrückstände gefunden (22.01.2008)

Artikel lesenObst und Gemüse: Hohe Pestizidbelastung bei Importware (21.01.2008)

Artikel lesenEU: Pestizideinsatz soll erschwert werden (23.10.2007)

ORF

Übersicht: Alle ORF-Angebote auf einen Blick

ORF