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13.08.2010

Giftige Chemie in Kassenzetteln

Acht von zehn Quittungen, die auf Thermopapier ausgedruckt werden, enthalten die Chemikalie Bisphenol A, warnen Wissenschaftler. Der Stoff gilt als gesundheits- und erbgutschädigend. Das berichtet die Berliner Tageszeitung taz in ihrer Onlineausgabe.

Forscher aus der Schweiz und den USA haben herausgefunden, dass acht von zehn Quittungen, die von Ladenkassen oder Kreditkartenterminals auf Thermopapier ausgedruckt werden, Bisphenol A enthalten. Diese Chemikalie mit östrogenartigen Wirkungen könne über die Haut in den menschlichen Blutkreislauf gelangen kann, so die taz.

Einer aktuellen Studie der Universität Michigan zufolge kann das aus Plastikgegenständen freigesetzte BPA menschliche Spermien schädigen. Reproduktionsmediziner fanden bei Männern, die sich wegen nicht erfüllten Kinderwunsches an eine Klinik gewandt hatten, einen Zusammenhang: Bei denen mit der höchsten BPA-Rate im Urin wurde zugleich eine besonders niedrige Spermienmenge gemessen. Eine andere Studie berichtet von Libidoverlust, Erektionsstörungen und anderen Potenzproblemen bei Männern in China, die in Fabriken arbeiten, in denen BPA hergestellt wird. Daneben steht die Chemikalie auch in dem Verdacht, das Risiko für Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu erhöhen.

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