Logo Arbeiterkammer
Hauptnavigation weiter zur Übersicht aller aktuellen Tests nützliche Links und hilfreiche Adressen zur Startseite
zur Übersicht aktueller Tests
20.08.2010

Telefonauskunftsdienste informieren nicht über Kosten

Kaum ein Telefonauskunftsunternehmen informiert trotz rechtlicher Verpflichtung über die Kosten bei einer Weiterverbindung. Das hat eine Untersuchung der AK Tirol ergeben.

Bei der Tiroler AK seien Verbraucherbeschwerden über hohe Telefonkosten durch Auskunftsdienste eingegangen, heißt es in einer Aussendung. Im Zuge des Gesprächs und nach Nennung der gesuchten Nummer seien sie gefragt worden, ob sie weiterverbunden werden möchten. Den Konsumenten sei jedoch nicht bewusst gewesen, dass dies zum teuren Auskunftstarif erfolgte.

Die Konsumentenschützer nahmen darauf hin die Auskunftsdienste unter die Lupe. Das Ergebnis: Von sieben Unternehmen habe nur ein einziges explizit auf die Kosten pro Minute bei einer Weiterverbindung hingewiesen. Zwei weitere Dienste hätten kein Wort zu den Kosten verloren, vier Unternehmen hätten lediglich darauf hingewiesen, dass "zum Auskunftstarif" weiterverbunden werde ohne die genauen Kosten zu erwähnen. Das verstoße gegen die Vorschriften der Telerkomregulierungsbehörde, so die AK Tirol.

Klare Informationspflichten
Die Kommunikationsparameter-, Entgelte- und Mehrwertdiensteverordnung der Regulierungsbehörde RTR sieht für Auskunftsdienste klare Informationspflichten vor: Die genauen Kosten müssen in der Werbung, bei Anruf und vor Weitervermittlung mitgeteilt werden. Die Information muss jeweils unmittelbar vor Inanspruchnahme einer Leistung erfolgen, ein Hinweis zu Beginn eines Gesprächs über eventuelle Weitervermittlungskosten ist daher nicht ausreichend.

externen Link öffnenAK Tirol: Kostenfalle Telefonauskunft

Artikel lesenTelefonkosten bei Anrufen zu 05er-Nummern sollen transparenter werden (11.08.2010)

ORF

Übersicht: Alle ORF-Angebote auf einen Blick

ORF