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25.09.2010

TEST: Smartphones im Sicherheitscheck

Unterwegs nahezu überall online sein, Bankgeschäfte erledigen, mailen, chatten oder einfach nur im Internet surfen: Dank moderner Mobiltelefone kein Problem. Smartphones werden für immer mehr Menschen zum Mittelpunkt ihres digitalen Lebens.


Doch dadurch geraten sie immer stärker ins Visier von Betrügern, zeigt ein Smartphones-Sicherheitscheck des Computermagazins c’t.

Anwendungen können Schaden anrichten
Für fast alles scheint es heute eine App zu geben. Die kleinen Zusatzprogramme für die Smartphones sind manchmal Spielerei, oftmals nützlich, aber immer häufiger auch gefährlich. Genauso wie Computerviren am heimischen Rechner können sie dem Nutzer erhebliche Probleme bescheren, weiß Daniel Bachfeld vom Computermagazin c’t:

"Diese Anwendungen haben sich ja auf dem Smartphone installiert, und die haben in vielen Fällen dann Zugriff auf diverse so genannte Ressourcen, also zum Beispiel den Kalender, die Kontaktdatenbank, zum Beispiel auch auf das Telefon selbst, oder die können auch SMS verschicken."

Und sorgen damit am Ende des Monats für eine hohe Telefonrechnung.

Eine bösartige App
Manch eine App kommt als schickes Spiel oder Mediaplayer daher, schnüffelt dann aber im Adressbuch und schickt die Daten an einen Händler. Das Problem trifft bislang vor allem Smartphones mit dem Betriebssystem Android.

"Also, beim Android ist es leider so, dass eben sehr, sehr viele Anwendungen auf irgendwelche Rechte zugreifen wollen, also zum Beispiel GPS-Daten anfordern, aufs Telefonbuch zugreifen wollen, so dass der Anwender mittlerweile da recht sorglos alles abnickt und er gar keine Kontrolle hat, ist es jetzt wirklich eine bösartige App."

Mitsurfen über WLAN
Anders beim iPhone. Bevor Apple ein Programm in seinen App-Store aufnimmt, wird es einer Prüfung unterzogen. Schädlinge sind bislang die Ausnahme, aber iPhone-Nutzer sollten sich nicht pauschal in Sicherheit wiegen. Denn auch Apps ohne böse Absichten können zum Sicherheitsrisiko werden.

"Es gibt einige Apps, die man zum Beispiel im Zusammenhang mit Twitter benutzt oder mit Banken oder mit E-Mail, da ist es so, dass einige von denen leider Anmeldedaten unverschlüsselt übertragen, und gerade wenn ich in einem öffentlichen WLAN unterwegs bin, dann gehen auch diese Daten dort im Klartext über die Leitung. Das heißt, jemand, der auch noch im WLAN mitsurft, könnte diese Daten mitlesen und sich dann damit auch anmelden."

Virenscanner fürs Smartphone
Wer unbedingt am Hotspot seine E-Mails lesen oder seinen Kontostand bei der Bank online erfragen möchte, sollte sich dessen bewusst sein. Trotz aller Gefahren und Sicherheitsrisiken: Einen Virenscanner fürs Smartphone braucht bislang niemand, meint c’t-Experte Daniel Bachfeld.

"Es gibt zwar bösartige Anwendungen, aber dafür lohnt nicht die Installation eines Virenscanners, obwohl uns das die Hersteller natürlich immer wieder glauben machen wollen, also auch hier einfach: Gehirn einschalten, das reicht im Moment noch aus."

externen Link öffnenComputermagazin c’t

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