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Tiroler Motorradwerkstätten: Erhebliche Mängel übersehen / Bild: APA
22.09.2010

Tiroler Motorradwerkstätten: Erhebliche Mängel übersehen

Große Qualitätsunterschiede hat ein Test des Verbraucherschutzmagazins "Konsument" bei Tiroler Motorradwerkstätten zutage gefördert. Von neun überprüften Firmen bekamen lediglich zwei das Testurteil "sehr gut", drei waren laut den Testern "weniger zufriedenstellend" und eine sogar "nicht zufriedenstellend". Zum Teil seien erhebliche Mängel übersehen worden. Nur zwei Betriebe fanden alle Fehler, während das Schlusslicht fünf Probleme, auch sicherheitsrelevante wie zu wenig Bremsflüssigkeit, nicht bemerkte.

Präparierte Maschinen
Die Tester präparierten eine Reihe verschiedener Motorräder mit Fehlern, die von den Werkstätten beim gewünschten Service eigentlich gefunden und behoben werden hätten sollen. Die Maschinen hatten insgesamt sieben Defekte, dazu zählten eine zu lockere Antriebskette, ein zu großes Kupplungsspiel oder alternativ zu wenig Kühlflüssigkeit, zu niedrigen Reifendruck, einen verunreinigten Luftfilter, ein defektes Stand- und Bremslicht und zu wenig Bremsflüssigkeit.

Für jeden nicht gefundenen Fehler gab es einen entsprechenden Punkteabzug. Bei sicherheitsrelevanten Mängeln wurde das Urteil auf "weniger zufriedenstellend" abgewertet. Dies war bei zwei Werkstätten der Fall. Sie übersahen, dass die alte Bremsflüssigkeit bei den Maschinen schon bei rund 160 Grad zu sieden begann, was laut "Konsument" viel zu früh ist, etwa 200 Grad sollte sie aushalten. Im schlimmsten Fall, wie beispielsweiser starker Beanspruchung der Bremsen während langer Abfahrten, könne so etwas den Lenker auch ohne Fremdeinwirkung das Leben kosten. Wenn man dann nämlich auf die Bremse steige, passiere so gut wie nichts.

Große Unterschiede bei den Kosten
Auch die Kosten variierten stark und reichten von 284 bis 1.030 Euro. Eine Erklärung dafür war, dass mitunter Reparaturvorschläge akzeptiert wurden, die über die eigentliche Serviceleistung hinausgingen. Vorsicht sei jedoch angebracht, rieten die Tester. Bei einer Werkstatt sei beispielsweise ein sanftes Ruckeln auf ein defektes Steuergerät zurückgeführt worden. Ein neues Gerät hätte mit 850 Euro zu Buche geschlagen. Tatsächlich sei allerdings ein kaputtes Zündkabel schuld gewesen.

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