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18.08.2008

Worauf beim Fischkauf zu achten ist

Der Bestand einiger beliebter Speisefischarten ist bedroht. Damit sich gefährdete Bestände erholen können, sollen beim Fischkauf nicht bedrohte Arten oder Fische bevorzugt werden, die problemlos gezüchtet werden können, empfiehlt die Ernährungsberatung der Verbraucherzentrale Hamburg.

Nicht kaufen
Bedrohte Fischarten:

Aal Europa (wild/Zucht)
Hai weltweit (wild)
Heilbutt Nordostatlantik (wild)
Kabeljau Nordostatlantik/Ostsee (wild)
Rotbarsch Nordostatlantik (wild)
Scholle Nordostatlantik (wild)
Schwertfisch weltweit (wild)
Seeteufel Nordostatlantik (wild)
Seezunge Nordostatlantik (wild)
Tropische Shrimps div. Länder (wild/Zucht)
Bedenklich
Vom World Wildlife Fund (WWF) wurde der Kauf folgender Arten wegen Probleme mit der Zucht oder Fischerei als bedenklich eingestuft:

Alaska Seelachs Pazifik (wild)
Atlantischer Lachs Schottland/Norwegen (Zucht)
Dorade Mittelmeer (Zucht)
Krabben Nordsee (wild)
Makrele Nordostatlantik (wild)
Miesmuschel Nordsee (wild/Zucht)
Pangasius Asien (Zucht)
Pazifischer Lachs (wild)
Schellfisch Nordostatlantik (wild)
Seehecht Nordostatlantik (wild)
Zum Verzehr empfohlen
Nicht bedroht und daher zum Verzehr empfohlen sind nach dem "WWF"-Führer zur Zeit folgende Fischarten:

Alaska Seelachs Pazifik (MSC)
Alaska Wildlachs Pazifik (MSC)
Biolachs Nordostatlantik (Zucht)
Bioshrimps div. Länder (Zucht)
Eismeergarnele und Kaltwassershrimp Nordostatlantik (wild)
Forelle Europa (Zucht)
Heilbutt Pazifik (wild)
Hering Nordostatlantik/Ostsee (MSC/wild)
Sardine Nordostatlantik (wild)
Seehecht Südafrika (MSC)
Seelachs Nordostatlantik (wild)
Sprotte Nordostatlantik/Ostsee (wild)

MSC steht für "Marine Stewardship Council". Das ist eine unabhängige Non-Profit-Organisation, die ein Siegel für eine nachhaltige, umweltfreundliche Fischerei vergibt.
Fisch-Einkaufsführer
Tipp: "WWF" und "Greenpeace" haben als Orientierungshilfe für Konsumenten downloadbare Einkaufsführer für Fische herausgegeben. Mit deren Hilfe kann man mit wenigen Blicken sehen, welche Fischarten momentan bedroht sind und welche nicht. Die faltbaren Einkaufsführer im Scheckkartenformat erhalten Sie per Download oder kostenlose Bestellung bei "WWF".

Bio-Fisch
Ob ein Fisch aus einer Zucht kommt oder nicht, ist in der Regel auf der Verpackung vermerkt. Da die Fischzucht in der EU-Ökoverordnung nicht geregelt ist, dürfen Bio-Fische kein staatliches Bio-Siegel tragen.

Die Erzeuger von Bioprodukten versprechen allerdings höhere ökologische Standards, als es das staatliche Bio-Siegel verlangt.

externen Link öffnenGreenpeace: Fischführer

externen Link öffnenWWF: Fischführer

Artikel lesenWWF: Ein Drittel des weltweiten Fischfangs illegal (21.01.2008)

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