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Neuer Fischeinkauf-Ratgeber / Bild: Greenpeace
26.09.2008

Neuer Fischeinkauf-Ratgeber

Ob Tunfisch, Scholle oder Atlantischer Lachs - gerade die in Österreich beliebtesten Speisefische sind akut gefährdet, so Greenpeace in einer Aussendung. Unter dem Titel "Rote Fische im österreichischen Einzelhandel" listet die Umweltorganisation in einem Ratgeber elf Fischarten und Meeresfrüchte auf, die Konsumenten in Österreich beim Einkauf und im Restaurant meiden sollten.


Auch der Alaska-Seelachs, der in vielen Fischstäbchen verarbeitet enthalten ist, wird darin erstmals "rot" bewertet.

Richtiges Einkaufsverhalten
Greenpeace-Meeresexpertin Antje Helms kritisiert: "Obwohl die dramatische Situation der globalen Fischbestände hinlänglich bekannt ist, werden nach wie vor bedrohte Fischarten angeboten."

Jeder habe aber die Möglichkeit, durch sein Einkaufsverhalten selbst zum Schutz der Meere beizutragen. Solange gefährdete Fischarten in den Regalen liegen, sei der Konsument gefordert, genau hinzusehen und auf bestimmte Fische zu verzichten, so Helms.

Gefährdete Arten und zerstörerische Fangmethoden
In einem neuen Kriterien-Katalog, den Greenpeace gemeinsam mit Experten erarbeitet hat, um nicht-nachhaltige Fischereien und Fischzuchten aufdecken zu können, wurden mehr als vierzig Fischarten eingehend bewertet. Maßstäbe dafür waren die kritische Situation des jeweiligen Bestandes wie auch der Einsatz zerstörerischer Fangmethoden.

Erfolge der Konsumenten-Kaufentscheidungen
Dass Konsumentendruck etwas bewirken kann, werde laut Greenpeace anhand der Veränderungen gegenüber der letzten Version der "Rote Fische"-Liste aus dem Jahr 2006 deutlich: Rotbarsch und Scholle - beide mit zerstörerischen Grundschleppnetzen gefangen – seien ebenso wie bedrohter Schwertfisch und Hai fast zur Gänze aus dem Angebot österreichischer Supermärkte verschwunden.

Nachhaltiger Fischfang auch für Fischer besser
Nach Angaben der Welternährungsorganisation FAO seien bereits 77 Prozent aller Fischbestände erschöpft, überfischt oder komplett ausgebeutet. Auch in Europa werden achtzig Prozent der Bestände so stark befischt, dass ihr Nachwachsen nicht mehr gesichert ist, warnt die Umweltorganisation.

Greenpeace fordert im Sinne einer nachhaltigen Fischerei, dass illegaler Fang gestoppt, Überkapazitäten abgebaut und Beifang vermieden wird. Mittlerweile könnten nur noch ausgedehnte Rückzugsräume das ausreichende Nachwachsen der Fischbestände garantieren.

Derartiges großflächige Schutzgebiete in vierzig Prozent aller Meere kämen letztlich nicht nur dem Meeresschutz, sondern auch den Fischern zugute.

externen Link öffnenGreenpeace: Fischstäbchen und Tunfisch beim Einkauf meiden

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