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Überfischung: Nur noch 40 Jahre Fisch? / Bild: ORF
03.03.2009

Überfischung: Nur noch 40 Jahre Fisch?

Ein Bericht der UNO-Welternährungsorganisation (FAO) schlägt Alarm: Die Überfischung bedroht die globalen Fischbestände. In 40 Jahren könnte es keinen Fisch mehr geben, so die Befürchtung. Dem nicht genug: Auch die Folgen des Klimawandels machen sich bemerkbar.

Plünderung der Meere geht weiter
Die seit Jahren geforderte Trendwende in der Fischerei ist nicht in Sicht. Die Plünderung der Meere geht weiter. Der Anteil der überfischten oder bis an die Grenze der biologischen Bestandsfähigkeit ausgebeuteten Fischbestände ist von 2004 bis 2006 von 77 auf 80 Prozent angewachsen, so der Weltfischbericht der UNO.

Fischerei in 40 Jahren tot?
Am dramatischsten ist die Überfischung im nordwestlichen Atlantik, im westlichen Indischen Ozean und im Nordwesten des Pazifiks. Der Anteil der nur "moderat" genutzten oder "unterfischten" Fischbestände hat sich laut FAO seit den Siebzigerjahren von 40 auf 20 Prozent halbiert. Die weltweite Fischerei könnte bis Mitte des Jahrehunderts komplett zusammenbrechen, befürchtet der WWF.

Klimawandel bedroht Fischarten
Neben der Überfischung bedroht aber auch der Klimawandel die Fischbestände: Vielen Fischarten wird es in ihren bisherigen Heimatgewässern zu warm – sie verlegen ihre Laichplätze immer weiter nach Norden. Die Restbestände des Kabeljaus etwa werden bald ganz Richtung Arktis verschwunden sein. Problematisch ist das vor allem in den tropischen Gewässern vor Südamerika, Afrika und Asien: Wenn sich dort die Fischbestände Richtung Norden verabschieden, kann das für die Entwicklung der Länder am Meer dramatische Folgen haben: Nicht nur die Ernährungssicherheit wäre dann gefährdet, auch hunderttausende Arbeitsplätzen – etwa von Fischern - würden verloren gehen.

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