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15.07.2009

Stromkunden bekommen neue Rechnungen

Der Verband der Elektrizitätsunternehmen Österreichs (VEÖ) hat den österreichischen Kunden transparentere Stromrechnungen in Aussicht gestellt. Die drei Seiten umfassenden Rechnungen sollen auch Details über die Verbrauchsentwicklung, den Energie- und Netzgrundpreis sowie die Steuern und Abgaben enthalten.


Die Arbeiterkammer und die E-Control haben Kritik an der neuen Rechnung angemeldet.

Neue Rechnung
Die vom VÖE präsentierte neue Rechnung ist drei Seiten lang. Auf dem Deckblatt sind die Gesamtkosten ausgewiesen, auf der zweiten Seite werden die verwendeten Begriffe erklärt und auf der letzten Seite finden sich Rechnungsdetails wie zum Beispiel das Ablesedatum und die Verbrauchsentwicklung.

"Gelungener Kompromiss"
Ursprünglich war im Entwurf des neuen Energie-Wettbewerbsgesetzes vorgesehen, dass Strom- und auch Gaskunden künftig zwei Fakturen erhalten - eine für Netzgebühren und eine für die Energie. Der VEÖ hatte sich immer vehement gegen zwei Rechnungen ausgesprochen.


Die E-Wirtschaft bezeichnet die neue Rechnung als einen "gelungener Kompromiss" zwischen der Erfüllung des Gesetzes und der Einfachheit.

Eingeschränkte Zustimmung
Von der E-Control und der Arbeiterkammer kommt für die neue Rechnung nur eine eingeschränkte Zustimmung.

Die E-Control verweist darauf, dass die neue Rechnung kein Ersatz für eine getrennte Rechnungslegung sei und regt an, nach einem Jahr die Kundenzufriedenheit mit der neuen Rechnungsform nochmals abzutesten. Prinzipiell ist die E-Control für eine möglichst rasche Einführung der verbesserten Rechnung.

Forderung der AK
Die AK kritisiert, dass eine freiwillige Vereinbarung keine gesetzlichen Regelungen ersetzen könne.

Die genauen Details der Gestaltung der Strom- und auch Gasrechnungen, etwa Energie- und Netzpreise sowie Name des Netz- und Energielieferanten, müssten daher im geplanten Wettbewerbsbeschleunigungsgesetz geregelt werden, lautet die Forderung der Konsumentenschützer.

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