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21.04.2010

Pestizide in Import-Erdbeeren

Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat im Februar gekaufte, importierte Erdbeeren auf Pestizide getestet. In 15 Proben wurden kaum Rückstände gefunden. Zwei Proben aus Ägypten und Marokko waren hingegen so hoch belastet, dass sie nicht in den Verkauf hätten kommen dürfen. Für Kleinkinder könne eine Belastung dieses Ausmaßes sogar ein Gesundheitsrisiko bedeuten, sagt der VKI.

Sehr hohe Belastung
Die untersuchten Erdbeeren kamen aus Spanien, Marokko, Ägypten und Italien. Die am stärksten belasteten Erdbeeren waren aus Ägypten und wurden am Wiener Naschmarkt (Stand 300) verkauft.

Hoch belastet waren auch Erdbeeren aus Marokko, die in einer Zielpunkt-Filiale (Sechshausergasse) verkauft wurden. Beide Proben waren so stark belastet, dass sie nicht in den Verkauf hätten gelangen dürfen.

Nur Spuren
Abgesehen von diesen zwei Ausreißern waren Pestizide in den anderen 15 Proben nur in Spuren nachweisbar.

Bei einer einzigen Probe waren überhaupt keine Pestizide nachweisbar: in Erdbeeren von Lidl (Triester Straße). Diese Erdbeeren kamen, ebenso wie die hoch belasteten Erdbeeren vom Naschmarkt (Stand 300), aus Ägypten.

Akute Referenzdosis
Bei den Erdbeeren ägyptischen Ursprungs vom Naschmarkt war die Belastung mit einem Pestizid nahe am zulässigen gesetzlichen Höchstwert, bei einem anderen Pestizid weit über diesem Wert. Bei einem der Pestizide wurden darüber hinaus 69 Prozent der sogenannten akuten Referenzdosis ausgeschöpft.

Sind 80 Prozent der akuten Referenzdosis erreicht, wird das - vor allem bei kleinen Kindern - als kritischer Wert gesehen. Da der kindliche Organismus auf Schadstoffe aller Art viel stärker reagiere, sei bereits eine akute Gesundheitsschädigung möglich, verdeutlicht VKI-Ernährungswissenschafterin Birgit Beck.

Die akute Referenzdosis ist ein toxikologischer Grenzwert für Pestizide mit einer hohen akuten Giftigkeit.

Tipps
Da der Käufer nicht erkennen kann, wie stark Obst oder Gemüse mit Pestiziden belastet ist, soll die Ware vor dem Essen gründlich gewaschen werden. Rückstände von Pflanzenschutzmitteln verschwinden dadurch zwar nicht ganz, werden aber reduziert.

Die Wahrscheinlichkeit, dass Obst und Gemüse mit Pestiziden belastet ist, ist bei saisonaler Ware deutlich geringer.

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