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26.05.2010

VKI: Wettcafes verstoßen gegen Jugendschutz

Bei einem Versuch des Verbraucherschutzmagazins "Konsument" des VKI konnten Jugendliche in 80 Prozent der getesteten Lokale unkontrolliert Wetten platzieren. Laut Jugendschutzgesetz dürfen sich Minderjährige in Wettlokalen nicht einmal aufhalten, geschweige denn dort spielen.


Zwei Testpersonen, beide 17 Jahre alt, begaben sich für die Konsumentenschützer in 15 Wiener Wettcafes, um dort auf den Ausgang von Fußballspielen zu setzen. In zwölf der Lokale "konnten die Jugendlichen problemlos ihre Wetten abschließen", berichtet der "Konsument" in seiner Juni-Ausgabe. "In keinem dieser Lokale wurde eine Ausweiskontrolle vorgenommen."

Nur drei Wettbüros verhielten sich gesetzeskonform
Strafbar machen sich nicht nur die Betreiber, die für die Kontrolle der Einhaltung des Gesetzes zuständig sind, sondern auch die minderjährigen Spieler. Sollten sie tatsächlich gewinnen, könnten die Jugendlichen auch nicht sicher sein, dass sie den Gewinn ausbezahlt bekommen, so der VKI: Als einer der Tester seinen Wettschein einlösen wollte, habe der Betreiber plötzlich auf korrekt geschaltet. An der Kassa sei nach Alter und Ausweis gefragt, und die Auszahlung schließlich mit dem Hinweis verweigert worden, dass der Spieler nicht volljährig sei.

Nur in drei Wettbüros verhielten sich die Betreiber laut den Testern gesetzeskonform: Sie verwiesen die Jugendlichen des Lokals, nachdem diese keine Ausweise vorweisen wollten.

Der Entwurf zum neuen Glücksspielgesetz sieht vor, dass sich die Spieler beim Betreten des Lokals ausweisen müssen. Die Betreiber von Wettbüros waren aber schon bisher zu Kontrollen verpflichtet. Die Konsumentenschützer kündigten jedenfalls an, man wolle überprüfen, ob sich künftig alle an die Gesetze halten werden.

ORF

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