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26.06.2010

LED-Projektoren für die Hosentasche

Die kleinsten Projektoren mit LED-Technik sind kaum größer als eine Tafel Schokolade. Wenn dann noch ein Media-Player mit an Bord ist, gehen Fotos, Filme und Dokumente auf Reisen. Was die Beamerchen leisten, testete das Computermagazin c’t.


Die Kleinsten heißen Picobeamer und passen wirklich in die Hosentasche. Etwas größere LED-Projektoren bringen es auf Taschenbuchformat. Das alles Dank der kleinen Leuchtwunder. Denn mit herkömmlichen Beamerlampen wäre diese Größe undenkbar.

30.000 Stunden funktionstüchtig
Die LED-Winzlinge haben aber noch andere Vorteile, weiß c’t-Redakteur Jan-Keno Janssen: "Die Lichtquellen halten im Prinzip ewig. Die Hersteller geben 30.000 Stunden an, und wenn man das mal vergleicht mit den normalen Beamerlampen, die muss man nach 3.000 Stunden auswechseln, und das kostet dann auch mal locker 300 Euro. Und das alles hat man bei LED-Beamern nicht, die halten einfach.“

Leuchtdioden sind nicht nur viel robuster – ein LED-Beamer muss sich auch nicht aufwärmen oder nach der Benutzung lange abkühlen. Er kann einfach wieder eingepackt werden. Und
Iist ein Media-Player integriert, entfällt auch das lästige Hin- und Herschleppen von Laptop und Co. Sechs Geräte im Test konnten diesen Komfort bieten.

Der Testsieger
Darunter ein klarer Favorit, berichtet Jan-Keno Janssen:

"Am besten hat uns der LG gefallen, der auch am teuersten ist mit 650 Euro, einfach weil der so einen tollen eingebauten Media-Player hat, der kann auch Word-Dateien anzeigen, die auf einem USB-Stick liegen, MP3s abspielen, Videos mit Untertiteln, und das ist wirklich praktisch, weil man dann keine externen Zuspieler mehr braucht.“

Vor- und Nachteile
Und ist damit durchaus auch geeignet für den kleinen Film zwischendurch. "Allerdings muss man bildqualitätsmäßig ein bisschen Abstriche machen, man darf jetzt nicht einen reinrassigen Heimkinobeamer mit Full-HD-Auflösung und sattem Schwarz und tollen Kontrasten und allem Drum und Dran erwarten, die Bildqualität ist okay, da kann man sich durchaus einen Film drauf angucken, aber eben nicht richtig perfekt.“

Auch in Punkto Helligkeit kommen die LED-Geräte an klassische Beamer nicht heran. Vor allem die sehr preiswerten Mini-Projektoren gehören eher in die Kategorie Party-Gag. In einem leicht abgedunkelten Raum taugen sie gerade mal für eine DIN-A4-Projektion. Und auch die teureren liefern im Vergleich zu herkömmlichen Beamern meist deutlich weniger Licht, haben diec’t-Experten gemessen: "Eine Ausnahme ist das Hybrid-Gerät von Casio, da ist auch noch eine Laser-Diode mit drin, der kommt so ungefähr in die Gefilde der konventionellen Geräte, aber bei den anderen ist bei maximal 250 Lumen ungefähr Schluss, und normale Geräte machen 2.000 Lumen – mindestens, das heißt, man darf ja nicht erwarten, dass man riesige Leinwände bespielen kann und das Licht sollte man auch abschalten.“

Trotz aller Nachteile: Vor allem im mobilen Einsatz sind die handlichen Mini-Beamer unschlagbar praktisch.

c't: LED-Beamer

HELP, das Konsumentenmagazin
Jeden Samstag, 11:40 h, Ö1

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