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24.07.2010

Verbrauchernews der Woche

Die help-Meldungsübersicht vom 24. Juli.

E-Card wird nicht überall in der EU akzeptiert
Die E-Card gilt zwar als Europäische Krankenversicherungskarte in allen EU-Staaten und in der Schweiz, doch sie wird nicht überall auch tatsächlich akzeptiert. Oftmals müssen die Arzt- und Behandlungskosten bar beglichen werden.

Dafür sollte man sich eine möglichst detaillierte Rechnung ausstellen zu lassen, die dann daheim bei der Krankenkassa zur Kostenrückerstattung eingereicht werden kann, wobei man allerdings nur mit 80 Prozent Rückerstattung rechnen kann.

Mögliche Probleme mit E-Card im Urlaub

Irreführende Werbung
Die Verbraucherschutzorganisation Foodwatch wirft dem Herstellers Storck vor "Nimm2-Bonbons“ mit dem Gehalt wertvoller Vitamine zu bewerben, obwohl diese "in Wahrheit völlig überflüssig sind". Weiters kritisiert Foodwatch bei "Nimm2“ auch die Bewerbung mit dem Traubenzucker-Gehalt, denn Traubenzucker sei "nicht besser als herkömmlicher Zucker" und zudem sei auch nur eine kleine Menge Traubenzucker enthalten, aber achtmal mehr herkömmlicher Zucker. Und schließlich werbe Storck auch noch mit dem Fruchtsaftgehalt von "Nimm2“ obwohl Fruchtsaftkonzentrat nur 1,3 Prozent des Produktes ausmache.

Ein Sprecher von Storck erklärte, der Vitaminzusatz bringe "zusätzlichen Nutzen", auf die Vitamine den Traubenzucker- und den Fruchtsaftgehalt werde "zutreffend und transparent" hingewiesen, die Foodwatch-Kritik sei "nicht vereinbar mit dem Leitbild eines mündigen Verbrauchers".

Verbraucherschützer kritisieren Werbung für Vitaminzusätze

Diskriminierende Friseurpreise
Frauen zahlen bei Friseurbesuchen meist mehr, als Männer – auch wenn aus Kundensicht sehr vergleichbare Leistungen vollbracht werden. Das ist unzulässig, hat jetzt die Gleichbehandlungskommission im Bundeskanzleramt entschieden. Anlass für deren Gutachten war eine Werbeaktion für einen Modehaarschnitt für Damen mit Haarwäsche, Kopfmassage, Föhnen und Stylingprodukten um 30 Euro. Herren zahlten für die identische Leistung 17,50 Euro.

Laut Gleichbehandlungskommission widerspricht das dem Gleichbehandlungsgesetz. Eine Differenzierung der Preise für Friseurdienstleistungen dürfe nur hinsichtlich konkreter, objektiver und sachlich gerechtfertigter Kriterien, wie Haarlänge oder verschiedener Anwendungen erfolgen, steht im Gutachten. Das Gutachten hat keine rechtliche Verbindlichkeit. Sollte eine Friseurkundin allerdings wegen Preisdiskriminierung aufgrund ihres Geschlechtes klagen, würde es vor Gericht wie ein Sachverständigengutachten dienen.

Diskriminierende Preisunterschiede bei Friseuren

HELP, das Konsumentenmagazin
Jeden Samstag, 11:40 h, Ö1

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