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06.08.2010

Soziales Engagement von Textilketten mangelhaft

Unter welchen Bedingungen wird Bekleidung hergestellt? Dieser Frage ist die Stiftung Warentest nachgegangen, und hat dafür die Produktionsabläufe von 20 Modeketten unter die Lupe genommen. Das Ergebnis ist durchwachsen: Viele Unternehmen nehmen es mit ihrer sozialen und ökologischen Verantwortung nicht ernst genug, vier Ketten verweigerten die Auskunft völlig.

"Bescheidene Ansätze"
Bangladesch, Bosnien-Herzegowina, Deutschland, Estland, Indien, Litauen, Mauritius, Portugal und die Türkei: In diesen Ländern besuchten die Prüfer der Stiftung Warentrest vierzehn Nähereien und neun Färbereien. Nicht alle Modeketten legten ihr Produktionsbedingungen offen: H&M, Mexx, NKD und zero verweigerten die Auskunft.

Die Bewertung des CSR-Engagements anderer Unternehmen viel teilweise enttäuschend aus (CSR = Corporate Social Responsibility, soziale und ökologische Verantwortung von Unternehmen). So wurde etwa S.Oliver, Zara und Tom Tailor ledigliche"bescheidene Ansätze" im Bestreben, die Produktionsbedingungen zu verbessern attestiert. "Ansätze" zeigten sich beispielsweise bei Otto und Gerry Weber.

Bio-Baumwolle kann nicht bewiesen werden
Als "engagiert" fielen unter anderem C&A, Peek und Cloppenburg und Esprit auf. Nur ein ein Unternehmen, Hessnatur, wurde als "sehr engagiert" eingestuft.

Als wenig transparent erwies sich die Produktionskette von Biotextilien. Gerade die Verabeitung von Biobaumwolle sollte vom Feld bis zum Handel lückenlos dokumentiert werden. Gegenüber der Stiftung Warentest gelang das nicht: Die nötigen Zertifikate seien nicht vorhanden gewesen, und Beweise dafür, dass es sich bei Biotextilien tatsächlich um Baumwolle aus biologischen Anbau handele, hätten nicht erbracht werden können.

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