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28.08.2010

Vor- und Nachteile alternativer Druckertinten

Druckertinten gehören zu den teuersten Flüssigkeiten der Welt. Im Vergleich sind erlesene Weine, Luxusparfum oder edelster Champagner billigste Diskonterware. Ein Liter Originaltinte kostet im Schnitt 1.700 Euro. Mit Tinte, die nicht vom Druckerhersteller selbst stammt, druckt es sich deutlich günstiger.


Aber liefern diese Alternativtinten auch brauchbare Ergebnisse? Das hat das Computermagazin c’t getestet.

Sparmöglichkeit
Zugegeben: Mit der Originaltinte der Druckerhersteller druckt man meist ohne Probleme und in hoher Qualität. Doch bei Preisen von vierzig Euro und mehr für einen kompletten Original-Patronensatz geht das Ausdrucken ganz schön ins Geld. Da lässt sich mit alternativer Tinte eine Menge sparen, rechnet c’t-Redakteur Tim Gerber vor: "Ein Satz Urlaubsfotos, so eine Filmlänge, dreißig Stück, die kosten mit Originaltinte zwölf Euro, mit guter Ersatztinte sind es noch fünf Euro. Eine Diplomarbeit mit zweihundert Seiten, das kostet mit Originaltinte schnell mal zehn Euro, mit Ersatztinte kriegen Sie das für fünfzig Cent.“

Bei der Druckqualität reichen die Ersatztinten an die Originale meist nicht ganz heran. Doch die alltäglichen Druckaufgaben möchte man vielleicht lieber preiswert als perfekt zu Papier bringen, gibt der c't-Exüperte zu bedenken: "Generell kann man sagen, dass es durchaus ein breites Angebot gibt, das nahezu ebenbürtig ist. Es kommt dann immer so auf einzelne Aspekte an. Besonders billige Tinte ist dann meistens auch eben nicht besonders lichtbeständig und nicht besonders gut beim Fotodruck, reicht aber für den Konzeptdruck der großen Hausarbeit meistens völlig aus.“

Alternative für Vieldrucker
Wer viel druckt, spart am meisten, wenn er die leeren Patronen mit speziellen Nachfüllsets wieder betankt. Das erfordert allerdings etwas Geschick und Übung, warnt Tim Gerber: "Wenn man relativ selten, wenig druckt, lohnt sich das nicht, weil man dann jedes Mal sozusagen von vorne anfängt, sich das Know how zu erwerben. Und es hängt auch ein bisschen davon ab, welchen Druckertyp und welche Druckerpatronen ich konkret habe, also es geht nicht mit jedem Druckertyp gleich gut.“

Und mit einigen geht es gar nicht. Denn die Druckerhersteller lassen sich einiges einfallen, um die ungeliebten Ersatztinten aus ihren Geräten zu verbannen, weiß c’t: "Es gibt allerhand umstrittene Patente, Gebrauchsmuster. Dann werden Prozesse geführt. Ganz beliebt sind dann auch diese Chips auf den Patronen, die unter Umständen verhindern, dass man die wiederbefüllen kann.“

Fazit: Je mehr man druckt, desto eher lohnt sich alternative Tinte. Wer nur selten druckt, sollte lieber die Originalpatronen benutzen. Denn eines muss man den Herstellern lassen: Die Originaltinte schützt wenig benutzte Drucker am besten vor dem Eintrocknen.

c't: Gute Tropfen

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Jeden Samstag, 11:40 h, Ö1

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