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04.09.2010

Smartphone-Programme für Freizeitsportler

Sie heißen Runmeter, Runkeeper oder Runtastic: Kleine Programme für Smartphones, die mehr Spaß am Ausdauersport im Freien versprechen. Und meist nichts kosten. Ob Jogger oder Radfahrer: Die Fitness-Apps motivieren mit Trainingszielen und Wettbewerben.

Susanne Neuß hat es ausprobiert, ihren inneren Schweinehund von der Couch geholt:

Was Fitness-Apps liefern
Es ist der letzte Anstieg auf meiner Trainingsstrecke, ein kleiner Hügel im Wald. “Du hast noch 500 Meter bis zum Ziel”, meldet sich eine Stimme aus meinem Handy über Kopfhörer. 16 Kilometer pro Stunde misst das Programm – und ich fliege nur so ins Ziel. Dass eine Fitness-App auf dem Smartphone den Spaß am Sport noch steigern kann, diesen Tipp habe ich von Christian Wölbert vom Computermagazin c’t:

"Die Fitness-Apps liefern mir zunächst einmal schon während des Trainings Informationen über meine Leistung und das Wichtigste ist dabei sicherlich, dass die Zeit gestoppt wird und die Strecke über GPS, also über Satellitenortung, gemessen wird.“

Wie Wettkampf funktioniert
Aktuelle Geschwindigkeit, Distanz und Trainingszeit – je nach Programmeinstellung bekomme ich die Angaben zu hören oder kann sie mir auf dem Display anschauen. Und sogar Freunde zum Wettkampf herausfordern. Wie das funktioniert erklärt der c't-Experte so: "Man speichert nach dem Laufen seine Strecke ab und schickt sie dann an einen Freund. Der muss die gleiche App benutzen und auch mit seinem Smartphone laufen. Und während des Laufens bekommt er dann über den Kopfhörer auch Ansagen, ob er jetzt schneller unterwegs ist als ich vorher oder ob er langsamer ist.“

Wer mag, kann Erfolg oder Misserfolg in Sekundenschnelle über das Internet mitteilen. Alle Apps lassen sich mit Facebook und Twitter verbinden. Oft bieten sie sogar eine eigene Community an. Noch mehr Spaß macht das alles, wenn man beim Laufen die Hände frei hat. Christian Wölbert: "Deswegen empfehlen wir ein Armband, das gibt es schon für zehn bis vielleicht 30 Euro maximal. Und beim Fahrradfahren kann man das Smartphone mit einer speziellen Halterung an den Lenker schrauben, die gibt es so ab ungefähr 40 Euro.“

Akkubelastung
Apropos Fahrrad. Die Fitness-Programme belasten den Akku sehr. Wie kann ich verhindern, dass mein Smartphone bei längeren Touren auf der Strecke bleibt? "Erstens sollte man das Display ausschalten. Und das Zweite ist: Man sollte auch die mobilen Daten ausschalten. Also den WLAN-Empfang und den UMTS-Empfang. Das hat zwar den Nachteil, dass man dann unterwegs die Karte nicht sieht, aber GPS bleibt aktiv und deshalb werden die Positionen weiter aufgezeichnet.“

Wer eine Sportuhr mit Brustgurt gewöhnt ist, wird bei der Smartphone-Lösung allerdings etwas vermissen: Die Anzeige der Herzfrequenz. Und die kann gerade für Einsteiger wichtig sein, die sich nicht gleich überfordern wollen. Darum meint c’t-Redakteur Wölbert: "Wirklich eine Sportuhr ersetzen können die Apps auf keinen Fall. Aber sie sind als Ergänzung gut geeignet, wenn man zum Beispiel erst dabei ist auszuprobieren, welche Sportart Spaß macht, und sie halten auch auf Dauer den Spaß und die Motivation hoch.“

Und wer ohnehin ein Smartphone besitzt – warum es nicht einfach mal ausprobieren? Der innere Schweinehund ist meist sportlicher als gedacht.

c't

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