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Wärmeflaschen sind großteils schadstoffbelastet / Bild: ORF
13.11.2004

Wärmeflaschen sind Schadstoffbomben

Bei einer Wärmeflaschenuntersuchung im Auftrag des Magazins "Öko-Test" erwiesen sich zwei Drittel der analysierten Produkte geradezu als Schadstoffbomben. Nicht zuletzt wegen des Phtalat-Gehalts.

Von 12 im Labor analysierten Wärmflaschen fielen acht beim ÖKO-Test durch: sieben mit der Note "ungenügend", eine mit "mangelhaft".

Ein Sammelsurium giftiger Schadstoffe
In den meisten Fällen wurde ein ganzes Sammelsurium von verschiedenen, zum Teil hochgiftigen Schadstoffen aufgspürt.

Vor allem so genannte Phtalate, das sind Weichmacher, die wie Hormone wirken. Weiters nervengiftige, phosphororganische Flammschutzmittel - warum auch immer die in Wärmeflaschen drinnen sind - und auch zinnorganische Verbindungen. Die wirken ebenfalls auf das Hormonsystem.

Schadstoffe gelangen leicht in den Körper
Und Wärmflaschen bieten leider die besten Voraussetzungen, damit diese Schadstoffe in den menschlichen Körper gelangen können, weil sie ausgasen oder sich in Verbindung mit Schweiß leicht lösen und dann entweder über die Atemwege oder auch über die Haut aufgenommen werden.

Die besonders Belasteten
Etliche Belastungen wurden übrigens nicht zuletzt in abnehmbaren Bezügen, die Kindern die Wärmeflasche besonders sympathisch machen sollen gefunden:

in der "Kuschel-Wärmeflasche Käpt'n Blaubär" allergisierende Farbstoffe,

in der "Kinderwärmeflasche in Plüsch, Kommissar Rex" und

in der "NUK Wärmeflasche Janosch-Tigerente" die zinnorganische Verbindung DTB, die verdächtig ist das Hormonsystem zu beeinträchtigen und in der NUK-Flasche gabs auch noch allergisierende und krebserregende Dispersionsfarbstoffe.

Starke Belastungen mit Phtalaten so wie mit DTB beziehungsweise dem Schwermetall Cadmium wurden auch noch im "Gelkissen Nexcare ColdHot Winnie the Pooh" und in der "Hot Like Wärmeflasche Trick mit dem Knick" aufgespürt.

Die Alternative
Als gute Alternative zu meist aus PVC bestehenden Wärmflaschen, die mit Wasser gefüllt werden, empfiehlt ÖKO-TEST Kirschkernkissen, die im Backofen warm gemacht werden. Die halten allerdings nicht nicht so lange warm wie die wassergefüllten Wärmflaschen, die aber auch nach spätestens zwei Stunden ausgekühlt sind.

Öko-Test: Das kalte Grausen

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