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30.01.2006

Mottenschutz: Gifte schaden nicht nur Motten

Wollsachen und Pelze sind für Motten ein gefundenes Fressen. Nach dem Motto "das nächste Frühjahr kommt bestimmt" hat der deutsche "Öko-Test" 42 Mottenschutzmittel untersucht. Der Rat der Öko-Tester: Hände weg von Giften, weil sie nicht nur den Motten schaden. Empfohlen werden hingegen Klebefallen.

Belastung der Raumluft
Wirkstoffe, die Motten und ihre Larven abtöten, sind hochwirksam und könnten daher nicht nur den lästigen Insekten schaden, warnt der "Öko-Test".

In Mottenschutzmitteln werden meist Pyrethroide - wie Transfluthrin, Empenthrin bzw. Vaporthrin - eingesetzt. Das sind synthetische Nachbauten des natürlichen Nervengiftes Pyrethrum, das in Chrysanthemen vorkommt.
In den USA wurde dieser Stoff für den Einsatz im Haushalt verboten.

Auch Paradichlorbenzol stufen die Experten als sehr problematisch ein, weil er sich im Fettgewebe einlagert und möglicherweise Krebs erregend wirkt.

"Sehr gute" Klebefallen
Alle Klebefallen wurden im Öko-Test mit einem "Sehr gut" bewertet. Sie ziehen Mottenmännchen mit dem Sexuallockstoff Pheromon an, die dann auf einem Klebestreifen haften bleiben. Mit etwas Glück, bevor sie die Weibchen befruchtet haben.

Die Fallen sind aber in erster Linie zur Ermittlung und Überwachung des Befalls geeignet, meint Öko-Test.

"Sehr gut" oder "gut" schnitten insgesamt 28 Produkte ab - alle Klebefallen und fast alle vorbeugenden Mittel.

Starke Düfte wirken
Lavendelöl, Zedernholz oder Zedernholzöl wirken laut Öko-Test zwar als Mottenabwehr - das sei in Versuchen bewiesen worden - eine absolute Garantie für Mottenfreiheit würden sie allerdings nicht bieten.

Da die Duftstoffe - wenn überhaupt - nur über die Kleidung auf die Haut gelangen, ist ihre Allergiegefahr sehr gering, vermuten die Öko-Tester.

Giftfrei gegen Motten
Nur saubere, trockene Kleidung in den Kasten hängen. Wollmäntel gut auslüften. Motten lieben "Schrankleichen" - was nie getragen wird, gehört ausgemistet. Den Kasten mindestens zwei Mal im Jahr sorgfältig putzen.

externen Link öffnenÖko-Test: In die Wolle gekriegt

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