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Was schützt wirklich gegen unliebsame Stiche? / Bild: ORF
09.06.2004

GELSENSCHUTZMITTEL GROSSTEILS MANGELHAFT

Schutzmittel gegen Gelsen bieten nicht unbedingt Schutz. Das ergab eine Studie der Stiftung Warentest. Mehr als die Hälfte der getesteten 25 Präparate schnitt "mangelhaft" ab, "sehr gut" war kein einziges.


46 Stechmückenarten sind in unseren Breitengraden ständig auf der Jagd nach Blut. Die deutschen Verbraucherschützer haben sich auf die Suche nach einem wirksamen Schutzmittel gemacht.

Insgesamt schnitten von den getesteten 25 Produkten sieben "gut" ab, doch immerhin 14 waren "mangelhaft".

Die Brauchbarsten
Den besten Gelsenschutz bietet laut Stiftung Warentest die "Autan Active Lotion", aber auch "Anti Brumm forte", "Azaron before Mücken- und Insektenschutz", Flystop Stichfrei Spray Lotion" und "Tropicare Care + Plus Hautschutzlotion" sind laut Testern "gut".

Unter den "Biozidverdampfern" soll "Paral Mücken-Mobil" und der "Nexalotte Mückenstecker" empfehlenswert sein.

Freiwillige "Blutspende"
Dabei mussten die Testpersonen einiges über sich ergehen lassen: Die Testpersonen wurden in einen Raum mit 30 bis 50 Gelsen geschickt. Erst nach fünf Stichen in den Arm, der mit den jeweiligen Mitteln "geschützt" wurde, wurden die Tests beendet.

Die Qual der Wahl
Das Angebot an Gelsenschutz-Präparaten ist inzwischen äußerst reichhaltig, erklärt Projektleiter Hans-Peter Brix. Es gibt Mittel, die man auf den Körper aufbringen kann und deren Wirkstoffe die Tiere irritieren sollen und verhindern sollen, dass die Mücke den Mensch wahrnimmt.

Andere Mittel werden im Raum aufgestellt und sollen als Schutz gegen die Insekten einen Duft verbreiten. Darüber hinaus gibt es auch Präparate, die Biozide enthalten, also die Mücken töten sollen.

Schließlich sind noch verschiedene Geräte erhältlich, die zum Beispiel mit Ultraschall versuchen, die Mückenweibchen fernzuhalten.

Ätherischen Öle wirkungslos
Als am wirkungslosesten haben sich Mittel erwiesen, die ausschließlich auf ätherischen Ölen basieren. Nur einige wenige konnten für etwa 20 Minuten die Insekten abhalten.

Ebenfalls kritisch beurteilt wurden in einigen Produkten Stoffe, die Allergien auslösen können, zu Hautreitzungen führen oder gar krebsverdächtig sind.

Bester Schutz: Fliegengitter
Das einfachste und effektivste Mittel ist -zumindest bei geschlossenen Räumen - die Tiere gar nicht erst reinzulassen, also die Fenstern mit einem Fliegengitter zu versehen.

Auch helle, dicht gewebte Kleidung, die nicht zu eng auf der Haut liegt, kann schützen.

Nach Möglichkeit sollten man auch lange Ärmel tragen, damit keine Körperstellen frei sind.

Und vereinzelte Stiche sollte man vielleicht einfach in Kauf nehmen.

Hanfpflanzen als "Gelsenschreck"
Wer nicht zu herkömmlichen mehr oder weniger wirksamen Präparaten greifen will, dem wird in manchen österreichischen Geschäften jetzt auch ein erstaunlicher "Gelsenschreck" angeboten: Hanf-Pflanzen.

Behördlich geprüft und mit so geringem "rausch-verantwortlichem" THC-Gehalt, dass man die Pflänzchen ganz legal gegen Gelsen aufstellen darf - diese mögen nämlich Hanf nämlich angeblich nicht.

externen Link öffnenooe.ORF.at: Hanfpflanzen als "Gelsenschreck"

externen Link öffnenburgenland.ORF.at: Gelsen - so wird man die Quälgeister los

externen Link öffnenStiftung Warentest: Mückenmittel - Stichtag

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