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AK warnt vor Blei in Wildfleisch / Bild: APA
03.02.2010

AK warnt vor Blei in Wildfleisch

Vier von zwölf Wildfleischproben enthielten gesundheitsschädliche Mengen Blei. Das hat ein Test der Arbeiterkammer ergeben. Das Blei stammt von den Schrotkugeln, mit denen das Wild geschossen wurde.

"Aktionswert" deutlich überschritten
Ab 0,25 mg Blei pro Kilo Fleisch ist der sogenannte Aktionswert laut Lebensmittelkodex erreicht. Das heißt, dass das Unternehmen, welches das Produkt vertreibt, Maßnahmen ergreifen muss um die Gesundheitsschädlichkeit zu eruieren. Ist eine Schädlichkeit festellbar, muss der Bleigehalt reduziert, oder das Produkt vom Markt genommen werden.

Der Aktionswert von 0,25 mg pro Kilo wurde im AK-Test in vier von zwölf Fällen um das bis zu 6.000-fache überschritten. Das stelle eindeutig ein gesundheitsschädliches Maß dar, so AK-Experte Heinz Schöffl gegenüber help.ORF.at. Ein Gutachter würde mit Sicherheit zu demselben Schluß kommen. Die Bleibelastung stammt von bleihaltigem Schrot, mit dem die Tiere geschossen werden. Ganze Schrotkörner könnten zwar oft entfernt, und dadurch die Belastung deutlich reduziert werden; zersplittert jedoch eine Kugel beim Aufprall ist die Verteilung oft großflächiger und die Fragmente für den Konsumenten nicht mehr identifizierbar, so Schöffl.

Jäger verschießen 100 Tonnen Blei pro Jahr
Die Belastungen waren bei Proben mit sichtbarem Einschusskanal höher, allerdings lag auch eine Fasanpastete deutlich über dem Aktionswert. Geprüft wurden Neben Wildhasen und Fasan auch Rebhühner und Wildenten.

Die AK fordert ein Verbot von bleihaltiger Schrotmunition. Jäger würden jährlich 100 Tonnen Blei verschießen, durch Sportschützen kämen noch einmal 400 Tonnen dazu, heißt es in einer Aussendung.

externen Link öffnenAK: Vorsicht, Blei im Wildfleisch!

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