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12.02.2010

Test: PC-Monitore zum Fernsehen

PC-Monitore im Breitbildformat sind im Kommen, darunter immer öfter Modelle mit integriertem TV-Empfänger. Sie sind die erste Wahl für alle, die nur Platz für ein Gerät haben. "Test" hat vier Kombi¬geräte mit zwölf reinen PC-Bildschirmen verglichen und stellt den Zwei-in-eins-Lösungen ein gutes Zeugnis aus. Die Kombigeräte sind zwar teurer als Einzelgeräte, doch wesentlich günstiger als zwei separate Geräte.

Zwei-in-Eins
Von den 16 getesteten Breitbildmonitoren mit 55 Zentimeter Bilddiagonale (22 Zoll) haben vier einen Fernsehtuner eingebaut. Eine gute Nachricht für alle, die Platz sparen wollen und nur ein Gerät für beide Funktionen nutzen möchten.

Als Fernseher sind die Modelle von Asus, LG, Philips und Samsung durchaus brauchbar, sie empfangen das digitale Antennenfernsehen DVB-T, einer hat sogar einen Kabeltuner für hochauflösendes HDTV.

Gezappt wird mit der Fernbe­dienung. Die „Alleskönner“ sind zwar teurer als ihre Computerbrüder, doch wesentlich günstiger als zwei separate Geräte.

Monitore "gut"
Die meisten Monitore haben im Test "gut" abgeschnitten. Es handelt sich um technisch ausgereifte Geräte. In puncto Bildqualität sind der Acer H223HQ und Viewsonic mit der Note 1,7 sogar nahe an einem "Sehr gut".

Der LG W2286L ist als einziger mit der neuen LED-Technik (Licht emittierende Dioden) für die Hintergrundbeleuchtung ausgestattet. Er ist beim Stromverbrauch der beste: Er kommt mit 26 Watt aus, alle anderen brauchen im Schnitt gut 20 Watt mehr.

Gut für Spiele
Freunde von schnellen Spielen können sich freuen. Die Bildaufbauzeiten sind fast durchwegs "befriedigend", vereinzelt sogar "gut".

Das Plus an Geschwindigkeit vermindert störende Schlieren und Unschärfen bei schnellen Spielen, zum Beispiel bei Autorennen. Etwas träge beim Bildaufbau war nur der Philips: Er erreichte hier nur ein "Ausreichend" und ist damit für Spiele oder zum Anschauen schneller Actionfilme weniger geeignet. Positiv dagegen die Ergebnisse im Prüfpunkt Betrachtungswinkel: Alle Geräte erreichten ein "Befriedigend" oder "Gut".

Digitale Schnittstellen Standard
Neben dem analogen VGA-Anschluss ist DVI inzwischen Standard. Diese digitale Schnittstelle fehlt im Testfeld nur bei den Fernsehmonitoren von Asus und Philips. Viele Geräte haben auch eine HDMI-Buchse – praktisch zum Anschließen eines digitalen Zuspielers, etwa eines Blu-ray-Players oder einer Spielekonsole. Mit der Taste für den Signaleingang lassen sich die Monitore dann ganz einfach umschalten.

Tipps der "Stiftung Warentest"
TFT-Flachbildschirme zeigen bei ihrer nativen Auflösung das beste Bild. Falls Ihnen die Schrift zu klein ist, sollten Sie daher nicht die Bildschirmauflösung reduzieren – sonst riskieren Sie eine unscharfe, etwas verwaschen wirkende Darstellung. Eine bessere Methode zum Erhöhen der Lesbarkeit ist es, den Schriftgrad zu erhöhen. Unter Windows XP können Sie dies in der „Systemsteuerung“ unter „Anzeige“. Dort auf dem Reiter „Darstellung“ den Schriftgrad beispielsweise auf „Große Schriftarten“ setzen. Unter Windows 7 navigieren Sie in der „Systemsteuerung“ zu „Darstellung und Anpassung“ und klicken dann auf „Text und weitere Elemente vergrößern oder verkleinern“. Hier können Sie sogar eine „Benutzerdefinierte Textgröße (DPI) festlegen“.

Manche Monitore weisen Pixelfehler - dauernd leuchtende oder dunkle, Bildpunkte auf. Das kann stören, ist allerdings oft kein Gewährleistungsfall. Sie können den Monitor allerdings vor Ort im Geschäft auf Pixelfehler testen oder beim Onlinekauf von Ihrem 14-tägigen Widerrufsrecht Gebrauch machen. Bei der Suche nach Fehlern helfen Test-Webseiten, die Sie über eine Google-Suche unter dem Begriff "Pixelfehlertest" finden.

Bildschirmschoner machen nur bei Röhrenmonitoren einen Sinn – sie verhindern dort das "Einbrennen" des Bildes. Bei Flachbildschirmen erhöht ein Bildschirmschoner nur unnötig den Energieverbrauch. Um Strom zu sparen, können Sie statt dessen unter "Energieoptionen" das Zeitlimit zum Ausschalten des Monitors heruntersetzen.

Die Lesbarkeit der Schrift auf Flachbildschirmen ist besser, wenn die ClearType-Funktion zur Kantenglättung aktiviert ist. Unter Windows XP findet sie sich in der "Systemsteuerung" unter "Anzeige" auf dem Reiter "Darstellung" ("Effekte..."-Schaltfläche). Bei Windows 7 im Suchfeld des Startmenüs das Stichwort
"cleartype" eingeben und die Eingabetaste drücken.

externen Link öffnen"Stiftung Warentest": PC-Monitore jetzt auch zum Fernsehen

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