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EU prangert Tausende giftige Spielsachen aus China an / Bild: APA
15.04.2010

EU prangert Tausende giftige Spielsachen aus China an

Die EU hat den aktuellen Rapex-Report veröffentlicht, der alle gefährlichen Waren auflistet, die innerhalb der EU gemeldet werden. Im vergangen Jahr zählten dazu
u. a. abfallende Pailletten und Schleifen, die Kleinkinder zum Verschlucken animieren, Kapuzenbänder, die so nah am Hals angenäht sind, dass Kinder sich selbst strangulieren können, und Luftballons voller Benzol. Die Zahl gefährlicher Produkte hat deutlich zugenommen, der Großteil der mangelhaften Produkte stammte wieder aus China, meldet "Die Welt", (Online-Ausgabe).

Gefährliche Produkte
Die Brüsseler Behörde hat ihren jährlichen Rapex-Report vorgelegt. Die Mitgliedsländer meldeten im vergangenen Jahr fast 2000 Produkte an die EU-Kommission, um sieben Prozent mehr als im Vorjahr.

60 Prozent der gefährlichen Produkte kommen aus China. Und wie schon in den Vorjahren sind es vor allem Kinderspielsachen, die aus den Regalen genommen werden mussten.

An zweiter Stelle rangieren Bekleidung, Textilien und Modeartikel, gefolgt von Motorfahrzeugen und Kosmetika. Auch Elektrogeräte sind auf der Liste zu finden.

Häufigste Risiken
Zu den häufigsten Risiken gehören chemische Reaktionen (26 Prozent), Verletzungen (21 Prozent) und die mögliche Beeinträchtigung der Atmung (14 Prozent).

Sondertest Spielzeug
In einem Sondertest für Spielzeuge überprüften Experten 14.000 Produkte. Sie stuften unter anderem von 600 geprüften Spielzeugen 35 Prozent als gefährlich ein, weil diese zu Verkeilung und Verletzungen führen könnten.

Mehr Kontrollen erforderlich
Mit Rapex versucht Brüssel, zumindest ansatzweise Sicherheit für die Verbraucher in der Union zu schaffen. Doch bei Millionen Produkten, die täglich einen Markt von fast einer halben Milliarde Konsumenten überschwemmen, ist totale Kontrolle absolut unmöglich.

Einige Länder machen intensiv beim Frühwarnsystem (Rapex) mit, andere hingegen so gut wie gar nicht. Während aus Spanien 2009 mit 220 die meisten Meldungen kamen, gefolgt von Deutschland mit 187, kamen aus anderen Ländern fast keine Hinweise. Das traditionelle Handelsland Belgien etwa schickte nur drei Mal einen Hinweis nach Brüssel, auch Österreich oder Slowenien meldeten sich kaum.

Das ist laut Christian Fronczak vom Bundesverband der deutschen Verbraucherzentralen bedenklich. Das System funktioniere in der Breite nur dann, wenn jedes Mitgliedsland seiner Verantwortung nachkomme und eine entsprechende Überwachung durchführe. Je mehr kontrolliert werde, desto mehr werde auch entdeckt.

Artikel lesenWie in der EU vor gefährlichen Produkten gewarnt wird (02.08.2008)

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