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22.05.2010

Lebensmittel aus Drittländern

Viele Lebensmittel kommen auch von außerhalb der EU nach Österreich und so stellen Konsumenten immer wieder die Frage, wie verlässlich da die Kontrollen sind. Zum Beispiel was etwaige Belastungen mit Blei, Kadium und Quecksilber anbelangt.


Die meisten Lebensmittelimporte kommen in die EU über große Grenzkontrollstellen wie etwa Hamburg oder Rotterdam, wo die Kontrolle und die Abfertigung nach den gleichen Kriterien erfolgt wie an den beiden österreichischen Kontrollstellen, den Flughäfen Wien-Schwechat und Linz. Und dort hatten die Grenztierärzte im vergangenen Jahr erfreulich wenig zu beanstanden.

Grenztierärztlichen Einfuhrkontrolle
Lebensmittel, die aus pflanzlichen Bestandteilen bestehen, werden vom Zoll kontrolliert, handelt es sich um tierische Erzeugnisse und Produkte, so unterliegen diese der grenztierärztlichen Einfuhrkontrolle, erklärt die Referentin für Lebensmittelsicherheit im Gesundheitsministerium, Petra Lehner:

"Bei den tierischen Lebensmitteln ist es so, dass dieser Betrieb auf einer Liste der zugelassenen Betriebe stehen muss. Das wird bei der Einfuhr zu 100 Prozent kontrolliert, die Papiere, die Dokumente die Zulassung des Betriebes. Und es werden auch Warenproben von solchen tierischen Produkten gezogen, zwischen 20 und 50 Prozent, je nachdem und die werden dann analysiert."

Von den Waren, die grenztierärztlich kontrollpflichtig sind, wurden 2009, so Petra Lehner...

"...an den Flughäfen Schwechat und Linz insgesamt 2307 Sendungen abgefertigt und davon waren 87 Sendungen nicht zur Einfuhr geeignet. Das ist so die übliche Rate bei den tierischen Lebensmitteln."

Wo häufiger kontrolliert wird
Ist etwas für den EU-Markt nicht geeignet und wird zurückgewiesen, dann..

"...hat das die Folge für den jeweiligen Unternehmer, der das Produkt in den EU-Markt bringen will, dass er beim nächsten Mal eine Unschädlichkeitsbescheinigung mitliefern muss."

Waren aus Ländern, bei denen es vermehrt Probleme gegeben hat, werden häufiger kontrolliert:

"Zu denen zählen beispielsweise immer wieder auch China, nicht nur bei den Lebensmitteln, aber wir haben da auch Indien, wir haben da auch Türkei, Pakistan, Iran, wo es immer wieder zu erhöhten Werten kommt. Und bei diesen Ländern wird dann bei den Einfuhren, besonders häufig die Probenziehungswaffe gezogen."

Erfreulich wenig Beanstandungen
Im letzten Jahr wurden sowohl pflanzliche als tierische Lebensmittel, wie z.B. Fleisch-, Fisch-, Getreideprodukte, Milcherzeugnisse oder Honig gezielt auf Schwermetalle untersucht, wobei sich zeigte, dass es erfreulich wenig Beanstandungen gab:

"Bei Blei wurden exakt 718 verschiedene Warensendungen untersucht, da war die Beanstandungsrate 0,8. Also Beanstandungsrate heißt, 0,8 Prozent dieser Produkte hatten höhere, als in der EU erlaubte Werte an Blei. Bei Kadmium wurden 754 Produkte untersucht. Da war die Beanstandungsrate noch geringer, also 0,1. Und ganz erfreulich bei Quecksilber; von fast 780 Produkten war kein einziges über dem Grenzwert."

Aber auch heuer wird es wieder gezielte Kontrollen geben, erklärt Petra Lehner:

"Für 2010 steht am Plan, dass wir schwerpunktmäßig Schokolade mit hohem Kakaoanteil überprüfen und die heikle Produktgruppe der Kindernährmittel und Folgenahrungsprodukte."

Und auch die werden auf Blei und Kadmium untersucht.

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Jeden Samstag, 11:40 h, Ö1

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