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Stromfressern auf der Spur / Bild: APA
14.08.2010

Stromfressern auf der Spur

Die EU will unnötigen Stromverbrauch reduzieren und hat Grenzwerte für den Standby- und Off-Mode-Verbrauch vorgeschrieben.


Um die Auswirkungen dieser Richtlinien zu überwachen und einen Überblick über die aktuelle Marktsituation zu bekommen, wurde das Projekt "SELINA" ins Leben gerufen.

Stromsparende Geräte
Seit Jahresbeginn ist EU-weit die Stand-by-Verordnung in Kraft. Das bedeutet, dass ab 2013 Elektrogeräte im Stand-by-Modus höchstens ein Watt, im ausgeschalteten Zustand maximal 0,5 Watt verbrauchen dürfen.

Im Projekt "Standby and Off-Mode Energie Losses in New Appliances" - kurz SELINA - werden die Standby- und Off-Mode-Verluste von insgesamt 6000 Haushalts- und Bürogeräten in zwölf EU-Ländern im praktischen Einsatz gemessen und analysiert, wobei die TU Graz für repräsentative 500 österreichische Messungen zuständig ist. Dabei will man herausfinden, so Ernst Schmautzer vom Institut für Elektrische Anlagen....

"...einfach zu schauen, gibt es Hersteller, die in aller Komplexität sehr effiziente Geräte produzieren können, also keine Stromfresser, also stromsparende Geräte. Und es zeigt sich, es gibt solche Geräte."

Denn, so Ernst Schmautzer weiter:

"Etwa zwei Drittel der Geräte haben in Österreich bereits, also diese Richtlinie erfüllt – aufgrund unserer Messungen kann man das jetzt sagen."

Bis 150 Euro Stromkosten sparen
Mit den erhobenen Messdaten und deren Integration in eine internationale Gesamtdatenbank, sowie der gezielten Weitergabe der Resultate an die Konsumenten, hofft man, dass auch andere Hersteller rasch ihre Produkte optimieren.

"Wenn dieser Wettbewerb funktioniert, dann wird bald nur noch energieeffizientes Material angeboten werden, hinsichtlich Standby."

Denn Geräte mit erhöhtem Standby-Verbrauch, sind nicht nur ein Problem für das Klima, sondern auch für das Geldbörsel:

"Für den Einzelhaushalt kann das Größenordnungen zwischen 50 bis 150 Euro Stromkosten im Jahr verursachen, d.h. es lohnt sich durchaus, dass man diesem Standby- Verbrauch nachgeht."

Stromfresser PC
Allein in Österreich wäre mit solchen Geräten ein Energiesparpotential von rund 800 Gigawattstunden möglich:

"Also ein Donaukraftwerk könnte man sich sparen, wenn die Geräte nur noch einen ganz geringen Standby-Verbrauch hätten."

Die wahren "Stromfresser" sind, so das Untersuchungsergebnis...

"... die PCs, die laufend eingeschaltet sind, Stereoanlagen – Alle die Geräte erkennt man, dass sie ein Display haben, das laufend leuchtet – dann Setup-Boxen, Satelliten-Tuner, das sind also die Geräte, die derzeit den größten Standby-Verbrauch haben."

Weshalb es selbstverständlich überaus sinnvoll wäre schon jetzt beim Kauf auf moderne Geräte mit geringem Standby-Verbrauch zu achten.

externen Link öffnenProjekt SELINA

externen Link öffnenTU Graz: Institut für Elektrische Anlagen

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