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07.08.2010

Softwarefehler bei ÖBB-Onlinebuchung

Bahnkarten werden immer häufiger übers Internet gekauft. Aus mehreren Gründen. Das ist nämlich nicht nur bequemer, es ist auch billiger und außerdem gibt es auf immer mehr Bahnhöfen auch gar keine besetzten Fahrkartenschalter mehr und die Fahrkartenautomaten funktionieren auch nicht immer zuverlässig. Freilich, auch bei Internetbuchung ist keineswegs pannensicher.

Mehrere Zugsverbindungen angezeigt
Karl-Heinz S. hat mit seinen Freunden eine Städtereise geplant. Unter anderem sollte es von Graz über Klagenfurt nach Venedig gehen, weshalb er über der ÖBB-Homepage die Hin und Rückfahrttickets buchen wollte:

"Ein Reisender reist mit Vorteilscard, die anderen drei Reisenden, reisen ohne Ermäßigung, dann noch die Zahlungsart gewählt und dann auf die nächste Seite gegangen über den Button 'Angebot suchen'."

Es wurden mehrere Zugsverbindungen angezeigt. Herr S. entschied sich für ein Angebot um 189 Euro 40, also insgesamt 378 Euro 80 hin und zurück.

Gewählte Buchungsklasse ist nicht verfügbar
Auf der nächsten Seite des Bestellvorganges wurden Details angezeigt und der Preis bestätigt. Nachdem auch noch die Daten der Kreditkarte eingegeben und die Tarifbestimmungen der ÖBB akzeptiert wurden, ging es zur letzten Seite, zum Bezahlen.

"Und da ist dann plötzlich im unteren Teil der Seite eine rote Meldung gekommen, die lautet: 'Die gewählte Buchungsklasse ist leider nicht mehr verfügbar. Der Preis hat sich von 189 Euro 40 auf 236 Euro 60 erhöht."

Weil das Teilstück von Klagenfurt zurück nach Graz teurer als während des Bestellvorgangs ausgewiesen wurde.

Preiserhöhung von 47 Euro 20
Was Karl-Heinz S. besonders ärgerte, war ein weiterer Hinweis:

"Ticketkauf: Wählen Sie innerhalb von drei Minuten den Button 'Bestellen'. Und dann muss man überlegen, nimmt man diese Preiserhöhung in Kauf. Das ist immerhin eine Preiserhöhung von 47 Euro 20."

Da Herr S. die Karten unbedingt brauchte, entschied er sich auf den Button "Bestellen" zu klicken.

Am nächsten Tag dasselbe Problem
Am nächsten Tag probierte er zur Überprüfung den Bestellvorgang abermals und registrierte:

"Da ist genau dasselbe noch einmal passiert. Es hat‘s wieder alle Verbindungen gegeben wie am Vortag und auf der dritten Seite ist prompt wieder die Meldung gekommen, dass es diese Buchungsklasse nicht mehr gibt und sich der Preis entsprechend erhöht."

Fehler mit einem Software-Update
Die ÖBB schreiben uns in einer Stellungnahme, dass man aufgrund Herrn S. Schilderungen das System mittels einer Testbuchung überprüft habe und:

"Dabei hat sich für alle abrufbaren Tage das von ihm geschilderte Bild ergeben. Ursache des Preisunterschiedes ist, dass bei der Rückreise von Klagenfurt nach Graz irrtümlich ein Ticket hinzugefügt wird, das sowohl für die Reise über Leoben mit dem Zug als auch für die Reise mit dem InterCity-Bus via Wolfsberg gilt. Eine Überprüfung der in den vergangenen Wochen gebuchten Online-Tickets für diese Strecke hat allerdings nur korrekt verrechnete Tickets ergeben. Wir gehen daher davon aus, dass der Fehler mit einem Software-Update vor einigen Tagen aufgetreten ist. Wir haben Herrn S. Beschwerde zum Anlass genommen, umgehend eine Behebung des Fehlers in Auftrag zu geben und haben in der Zwischenzeit einen Hinweis bei der Online-Buchung für diese Strecke gesetzt."

Und so bekommt Karl-Heinz S. nun die durch den Softwarefehler zu viel bezahlten 47 Euro 20 refundiert.

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