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28.05.2005

Tipps zur Kinderernährung

Dass spezielle Kinderprodukte mit gesunder Kost nichts zu tun haben, wissen die meisten Eltern. Dass Kinder gesundes Essen ablehnen, liegt oft an frühen Prägungen auf stark gesüßte oder stark gesalzene Fertigprodukte, die alles andere fad schmecken lassen.


Der ÖKO-TEST hat eine KOMPAKT-Ausgabe zum Thema Kinderernährung zusammengestellt. Unter dem Motto: Wie Sie Ihre Kinder gesund ernähren und es ihnen dabei trotzdem schmeckt.

Frühe Prägungen
Dass Kindern Süßigkeiten, Pommes oder Hamburger am besten schmecken, liegt daran, dass gerade solche Produkte unsere Geschmacksnerven nachhaltig auf süß oder salzig konditionieren. Laut Öko-Test-Redakteurin Thea Bracht steht die Industriekost bei Kindern so hoch im Kurs, weil die stark aromatisierten, oft zu fetten, zu süßen oder zu salzigen Fertiglebensmittel bereits frühzeitig das Geschmacksempfinden der Kinder gestört und verdorben haben.

Studien haben gezeigt, dass das, was in der Kindheit geschmacklich abgespeichert wird, auch lebenslange Folgen hat. Kinder, die mit Pommes Frites und Fischstäbchen aufwachsen, mögen einfach keine Kartoffeln und keinen Fisch, weil sie den natürlichen, feinen Geschmack als langweilig empfinden, so der Öko-Test.

Gutes Beispiel
Laut Öko-Test gibt es viele Wege, Kindern gesunde Kost schmackhaft zu machen. Ganz wichtig sei es, betonen Experten, dass die Eltern eine Vorbildfunktion einnehmen. Wenn sie täglich Obst und Gemüse essen, dann ist es auch für die Kinder ganz selbstverständlich, zu Äpfeln, Birnen oder Karotten zu greifen.

Keine Extrawurst
Eltern übertreiben oft beim Einkaufen. Denn Kinder brauchen in Sachen Ernährung keine Extrawurst, betont Öko-Test-Redakteurin Thea Bracht.

Ob Fruchtzwerge, Milchschnitten oder verschiedene Bärchenchips, die Hersteller werben damit, dass ihre Produkte sehr gesund seien, dass sie viele Vitamine und Mineralstoffe enthielten. Der Markt für Kinderlebensmittel boomt.

Schlechte Untersuchungsergebnisse
Untersuchungen von Kinderlebensmitteln zeigen regelmäßig ein anderes Bild als die Werbung. Von 24 speziellen Kinderprodukten, die der Öko-Test untersuchte, bekamen nur drei ein "Sehr gut".

Die meisten Produkte enthielten zuviel Fett und zuviel Zucker und oft würden die Kinder-Fertigprodukte genau die gleichen Zutaten enthalten, wie Lebensmittel für Erwachsene, sie seien nur teurer und oft auch ungesünder, kritisiert der Öko-Test.

Vitamine
Behauptungen, dass Kinder aufgrund ihres Wachstums besonders viele Vitamine benötigen sind laut Öko-Test auch nichts anderes als Werbesprüche. Es gebe zwar spezielle Vitaminpräparate für Kinder auf dem Markt, aber im Prinzip bräuchten Kinder keine Zusatzvitamine, wenn sie sich halbwegs gesund ernähren und genug Obst, Gemüse, ein bisschen Fisch, Fleisch und Milchprodukte bekommen.

Der Öko-Test hat 19 Vitaminpräparate untersucht. In etlichen Produkten sind einige Vitamine überdosiert und die Zusammensetzung ist oft sehr willkürlich gewählt. Vier Präparate haben in dem Test sogar "ungenügend" abgeschnitten.

externen Link öffnenÖko-Test Kompakt Kinderernährung

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