Logo Arbeiterkammer
Hauptnavigation weiter zur Übersicht aller aktuellen Tests nützliche Links und hilfreiche Adressen zur Startseite
zur Übersicht aktueller News
25.05.2005

Ärzte warnen vor Potenzpillen aus dem Internet

Analytiker der Universität Graz haben in einem "100-prozentigem" Heilkräuter-Präparat, das im Internet angeboten wird, einen Viagra Wirkstoff nachgewiesen.


Das Mittel erhielt in etwa die gleich hohe Dosis des "Viagra"-Wirkstoffes Sildenafil wie das Originalmedikament. "Für Patienten mit koronarer Herzkrankheit kann das absolut gefährlich werden", urteilt die Grazer Ärztin Dagmar Arco.

Wundermittel aus chinesischen Kräutern?
"100 Prozent natürliche chinesische Kräuter" steht auf der Verpackung des Präparates, das im Internet als Drei-Stück-Packung angepriesen wird. Nach 60 Minuten könne es eine "Verstärkung der sexuellen Funktion" bewirken.

"Das müsste ein Wundermittel sein, wenn es ähnlich schnell und effizient wie die kleine blaue Pille wirkt", dachte sich die Grazer Allgemeinmedizinerin Dagmar Arco. Sie hat von der Existenz des Mittels über einen ihrer Patienten erfahren, der an einer koronaren Herzkrankheit leidet, sich das Präparat bestellt hat und dann doch unsicher geworden war.

Keinesfalls harmloses pflanzliches Mittel
Die Medizinerin wandte sich an das Institut für Pharmazeutische Wissenschaften der Uni Graz. "Wir haben festgestellt, dass keiner der deklarierten Pflanzenstoffe, die wir auch fanden, diese sexuell stimulierende Wirkung haben könnte und hegten den Verdacht, dass es eine Zumischung geben könnte", so Institutsleiter Rudolf Bauer.

Weitere Analysen am Gerichtsmedizinischen Institut der Medizinischen Universität Graz haben ergeben: "Eine Tablette enthält rund 35 Milligramm Sildenafil", so Instituts-Vorstand Eduard P. Leinzinger.

Dieser Wirkstoff ist auch für die Wirkung von "Viagra" verantwortlich. Bei einer Einnahme von drei Tabletten sei das Präparat damit "in seiner Wirkungsstärke und auch den Nebeneffekten mit dieser Pille vergleichbar", so Leinzinger.

externen Link öffnenInstitut für Gerichtliche Medizin

externen Link öffnenInstitut für Pharmazeutische Wissenschaften

Artikel lesenKAUM POTENTE POTENZMITTEL (27.07.2004)

ORF

Übersicht: Alle ORF-Angebote auf einen Blick

ORF