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Getränkeverpackungen auf dem Prüfstand / Bild: die umweltberatung
18.10.2005

Getränkepackungen auf dem Prüfstand

Pro Jahr werden in Österreich rund 2,5 Milliarden Liter Getränke abgepackt und getrunken. Dementsprechend groß ist die Menge an gebrauchten (Einweg-) Verpackungen. So sind 2004 rund 34.000 Tonnen Einweg-PET-Flaschen als Abfall angefallen!


Unter den verschiedenen Getränkeverpackungsarten gibt es aber ökologisch "schlechte" und "gute", so "die umweltberatung", die die Umweltauswirkungen von Getränkeverpackungen untersucht hat.

Rote Karte für Aludosen, grünes Licht für Mehrwegflaschen
"Die Umweltberatung" hat aktuelle Studien ausgewertet und eine Neubewertung der Umweltauswirkungen von Getränkeverpackungen wie Flaschen, Dosen oder Getränkekartons vorgenommen.

Sieger ist PET-Mehrweg, die Pfandflasche aus Kunststoff. Sie wird durchschnittlich 20 mal wiederbefüllt und hat durch das geringere Gewicht die Glas-Mehrwegflasche überholt, die jetzt am 2. Platz gereiht ist.

Im Mittelfeld befinden sich PET-Einweg (die Plastikflasche ohne Pfand) und der Verbundkarton (Tetrapack), sofern sie getrennt gesammelt und verwertet werden.

Schlusslichter sind Glas-Einweg und die Dose, die aufgrund ihres hohen Energieverbrauchs weit höhere negative Umweltauswirkungen verursachen.

Wirtschaft ist säumig
Mit der im Herbst 2004 unterzeichneten Nachhaltigkeitsagenda hat sich die österreichische Getränkewirtschaft hohe Ziele gesteckt: 80 Prozent aller an Letztverbraucher abgegebenen Getränkeverpackungen sollen wiederbefüllt oder stofflich verwertet werden.

"die umweltberatung" Wien bezweifelt jedoch die Ernsthaftigkeit der Agenda. "Der Trend geht in Richtung Einweg. Bereits 2003 ist die Mehrwegquote unter die magischen 50 Prozent auf 48 Prozent gefallen, 2004 lag sie nur mehr bei 45,6 Prozent ", so Johanna Leutgöb von "die umweltberatung".

Bis 2007 will die Wirtschaft die von ihr selbst gesetzten Ziele erreichen, um so eine "ordnungspolitische" Maßnahme zu verhindern. "Wenn die Wirtschaft nicht raschest ihr Engagement erhöht, werden die ehrgeizigen Ziele wohl kaum erreichbar sein", so Leutgöb.

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