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09.03.2006

AK-Test: Bausparzinsen oft nur beim Einstieg hoch

Die Einstiegszinsen beim sechsjährigen Bausparer sind hoch. Der Haken dabei: Sie sind meist nur ein Jahr fix, danach purzeln sie auf niedrige variable Zinsen.


Ein AK-Test bei vier Bausparkassen zeigt: Die fixen Einstiegszinsen betragen zwischen drei und 3,5 Prozent. Die variablen Zinsen bewegen sich zwischen vereinbarten Bandbreiten. Derzeit sind sie mager und machen zwischen 1,4 und 1,8 Prozent aus.

Verlockend hohe Einstiegszinsen
Bausparer haben eine sechsjährige Laufzeit. Die angebotenen Einstiegszinssätze von drei (Raiffeisen Bausparkasse, S-Bausparkasse) oder 3,5 Prozent (Wüstenrot und ABV Bausparkasse) sind meistens nur ein Jahr fix, danach variabel.

Bei den variablen Zinssätzen gemäß Zinsanpassungsklausel bietet derzeit die S-Bausparkasse 1,4 Prozent, Raiffeisen Bausparkasse 1,7 Prozent, ABV 1,75 Prozent und Wüstenrot 1,8 Prozent.

Die variablen Zinsen sind an den vertraglich festgelegten Leitzins geknüpft. Eine Besonderheit beim Bausparen ist, dass der variable Zinssatz innerhalb festgelegter Bandbreiten schwankt.

Vor Vertragsabschluss Berechnungen vorlegen lassen
Konsumentenschützer Harald Glatz empfiehlt daher: "Achten Sie auch auf die vertraglichen Mindest- und Höchstzinsen." Die Zinsbandbreite bei der S-Bausparkasse und ABV beträgt zwischen einem (Untergrenze) und vier Prozent (Obergrenze), bei Wüstenrot zwischen 1,4 und 4,5 Prozent, bei Raiffeisen 0,5 bis 4,5 Prozent.

Das bedeutet, egal wie der vertraglich vereinbarte Leitzins sinkt oder steigt, die variablen Zinsen können nicht unter die Untergrenze sinken und nicht über die Obergrenze steigen.

Die S-Bausparkasse und Wüstenrot, haben zusätzlich Ansparverträge mit einer fixen Verzinsung über die gesamte Laufzeit von sechs Jahren: Bei Wüstenrot beträgt der fixe Zinssatz über die gesamte Laufzeit zwei Prozent, bei der S-Bausparkasse 2,5 Prozent.

Tipps der AK Konsumentenschützer für Bausparer
Achten Sie beim Zinsvergleich nicht nur auf den anfänglichen Fixzinssatz, er ist meist nur auf ein Jahr fix. Schauen Sie auch auf die Höhe des gültigen variablen Zinssatzes.

Informieren Sie sich genau über den angebotenen Zinssatz, beispielsweise wie lange er gültig ist, wie sich die Zinsgleitklausel in nächster Zeit auswirkt.

Überlegen Sie, ob Sie sich die monatliche Sparrate leisten können. Wird das vereinbarte Sparziel nicht erreicht, wird der Verwaltungskostenbeitrag, z.B. 0,5 Prozent der Vertragssumme, fällig.

Vorsicht bei vorzeitiger Vertragsauflösung, das kann teuer kommen: Sie müssen den Verwaltungskostenbeitrag zahlen, der einem Monatssparer bis zu 125 Euro kosten kann. Das Ersparte wird rückwirkend abgezinst und die erhaltene staatliche Prämie muss zurückbezahlt werden.

Verlangen Sie Berechnungen, die auf die angebotenen Zinsober- und –untergrenzen basieren.

Sie nutzen den Zinsvorteil bestens, wenn Sie zu Jahres- oder Monatsbeginn einzahlen. Das Geld liegt länger am Konto, es laufen mehr Guthabenzinsen an. Wenn Sie einen Bausparvertrag erst im Dezember abschließen, dann sichern Sie sich zwar die Bausparprämie für dieses Jahr. Sie bekommen aber kaum Zinsen, weil das Geld noch nicht lange zinsenwirksam liegt.

Mehr Informationen zu Zinsen, Spesen und sonstigen Bedingungen finden Sie im Internet unter AK-Bankenrechner .

externen Link öffnenAK-Test: Bausparzinsen

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