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10.03.2006

"Heute gratis"-Internet-Service um 186 Euro

Wer beim surfen Im Internet auf diverse "heute gratis" Websites hereinfällt, handelt sich leicht einen Zweijahresvertrag um 168 Euro ein. Die Angebote sind nämlich nur für den Tag der Registrierung gratis.


Um Punkt Mitternacht verlängert sich das Service in einen kostenpflichtigen Dienst, an den man auch gleich zwei Jahre lang gebunden ist und der pro Jahr stolze 84 Euro kostet. Auf diesen Umstand wird aber nur gut versteckt im klein Gedruckten hingewiesen.

Hausaufgaben, Lehrstellen oder Vornamen
Wer mittels Suchmaschine nach bestimmten Stichworten sucht, findet häufig als ersten Link eine kostenlose Webseite wie etwa "vornamen-heute.com", "lehrstellen-heute.com", oder "hausaufgaben-heute.com".

Wichtige Details gut versteckt
Die Arbeiterkammer warnt, dass auf den entsprechenden Seiten auch auf das gesetzlich zustehende Rücktrittsrecht innerhalb von zwei Wochen nur im klein Gedruckten hingewiesen wird. AK-Konsumentenschützer Heinz Schöffl betont: "Auf das kostenlose Rücktrittsrecht muss der Konsument deutlich und gesondert hingewiesen werden." Daher hätten "Opfer" derartiger Angebote laut Fernabsatzgesetz ein verlängertes Rücktrittsrecht von drei Monaten ab Vertragsabschluss, betont Schöffl.

Neuerdings werde zwar am Schluss des E-Mails, das man nach Registrierung der Zugangsdaten bekommt, mittels Link auf das Widerrufsrecht hingewiesen. "Das reicht aber auch nicht", sagt Schöffl.

Unbrauchbares teures Angebot
User, die derartige "heute gratis"-Webseiten besucht haben, zeigten sich gegenüber Konsumentenschutzeinrichtungen empört: Das Angebot sei mager, nutzlos und uninteressant, heißt es.

So werde zum Beispiel bei der Suche nach Musik-mp3's angeboten: "Das größte Angebot - Was Sie bei uns nicht finden, gibt es praktisch nicht". Doch was User dann vorfinden, ist neben der Beschreibung einiger weniger CDs nur ein Link zu einem Online-Shop.

Was man als "Opfer" tun kann
Wer sich bei einer der betroffenen Internetseiten registriert hat und bereits zur Zahlung aufgefordert wurde, sollte das Rücktrittsrecht nutzen. Der Rücktritt soll unbedingt schriftlich und eingeschrieben erfolgen.

Da die "Anbieter" erst nach Ablauf des zweiwöchigen Rücktrittsrechtes ihre Rechnungen und Mahnungen ausschicken, sollte man auf den Umstand hinweisen, dass gesonderte Informationen oder die Belehrung unzureichend waren und sich somit das Rücktrittsrecht auf drei Monate verlängert.

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