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15.05.2006

EU: Kann zu süß und zu fett gesund sein?

Morgen wird im EU-Parlament abgestimmt, wie gesundheitsbezogene Werbung für Lebensmittel zukünftig auszuschauen hat. Eine aktuelle Umfrage der AK beweist, Konsumenten wollen keine irreführende Werbung, die süße, salzige und zu fette Lebensmittel als gesund präsentieren darf.

Kompromissvorschlag
Das Parlament hatte die ersten Vorschläge der Kommission und der EU-Gesundheitsminister nicht akzeptiert. Daher gibt es einen Kompromissvorschlag, der laut AK so ausschaue, dass auch auf fetten, süßen und salzigen Produkten mit gesundheitsbezogenen Angaben geworben werden dürfe, wenn gleichzeitig auch darauf hingewiesen werde, dass sie zu fett, zu süß oder zu salzig sind.

Eine süße Limonade mit "gut für die Knochen" bewerben zu dürfen, wenn zugleich auch "zuckerreich" angegeben werde, sei verwirrend und entspreche nicht den Konsumentenwünschen, erklärt Harald Glatz von der AK.

AK fordert mehr Schutz
Konsumenten wollen seriös über Produkte informiert werden. So verlangen fast alle von der AK Befragten dass Gesundheitswerbung in einem Zulassungsverfahren vorher geprüft werden sollte.

Eine EU-weite Regelung müsse daher Gesundheitswerbung für zu fette, süße und salzige Produkte verbieten und ein zuverlässiges Zulassungsverfahren für gesundheitsbezogene Angaben beinhalten, erklärt AK-Konsumentenschützer Harald Glatz. Die EU-Parlamentarier sollten sich daher im Sinne der Konsumenten und nicht im Sinne der Werbewirtschaft entscheiden.

Ergebnisse der AK-Online-Umfrage
1.223 Konsumenten wurden von 18. April bis 5. Mai zum Thema Gesundheitswerbung befragt.

Neun von zehn Befragten wollen nicht, dass auf einem fettreichen oder salzigen Produkt steht, "Hilft den Blutdruck zu kontrollieren, damit Ihr Herz gesund bleibt".

Und sieben von zehn möchten nicht, dass bei einem zuckerreichen Produkt mit "fettreduziert" geworben wird.

96 Prozent wollen, dass gesundheitsbezogene Angaben wie z.B. "fettreduziert" vor der Verwendung geprüft und zugelassen werden sollen.

Nur gut die Hälfte wusste, dass derzeit keine Vorabprüfung der gesundheitsbezogenen Angaben erfolgt.

externen Link öffnenAK: Gesundheitswerbung

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