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Hotelbuchungen im Internet / Bild: ORF
27.05.2008

Hotelbuchungen im Internet

Urlaub-Buchungsportale im Internet boomen: Sie sollen bei der Suche nach dem passenden Urlaubsangebot helfen und werben damit, besonders günstige Preise von ihren Vertragspartnern weitergeben zu können. Das Problem: Es gibt mittlerweile eine Vielzahl von Reiseportalen. Nur wer mehrere Anbieter abcheckt, kann wirklich günstig buchen. Die Zeitschrift "Konsument" hat fünf beliebte Portale geprüft.

Nicht automatisch günstiger
Eines gleich vorweg: Die im Internet angebotenen Hotels oder Packages sind nicht automatisch günstiger als im Reisebüro-Katalog oder nach der Hotel-Preisliste. Die Preisdifferenzen für ein und dasselbe Hotel sind teilweise beachtlich. In den Reiseportalen stehen nicht immer alle Zimmerkategorien der Hotels zur Verfügung - daher ist ein direkter Vergleich nicht immer möglich. Auch eine Direktanfrage kann sich lohnen, vor allem außerhalb der üblichen Reisezeiten und bei Last-Minute-Anfragen.

Recherche für Singles, Paare und Familien
Für die Preisrecherche hat "Konsument" fünf beliebte Anbieter (HRS.de, Expedia.de, Booking.com, Hotel.de und Tiscover.at) ausgewählt. Abgefragt wurden Übernachtungspreise für Hotels in Paris, Berlin, Wien, Villach und Bibione, jeweils für Singles, Paare und Familien. Gleichzeitig haben die Tester auch per E-Mail direkt beim Hotel nachgefragt.

Für Singles in Ordnung
Einzelreisende auf Städtetrip scheinen die Wunschkunden der Reiseportale zu sein. Das Angebot ist riesig, die Preise sind relativ einheitlich und auch bei Direktbuchung nicht günstiger. Nennenswerte Preisunterschiede haben die Tester vom "Konsument" nur für ein Einzelzimmer im Hotel Sofitel Arc de Triomphe in Paris ermittelt. Für zwei Übernachtungen wurden zwischen 460 und 520 Euro verlangt. Am teuersten wäre die Direktbuchung mit 570 Euro gewesen. Erstaunlich waren die Abfragen für die Doppelzimmer. Hier haben die Tester zum Teil Preisunterschiede von mehr als 70 Prozent gefunden. So kosten zwei Nächte im Berliner Hotel "Mercure Checkpoint Charlie" zwischen 374 und 642 Euro.

Stolpersteine für Familien
Familien mit Kindern haben bei allen Anbietern mit dem Buchungsformular zu kämpfen. Einerseits sind die Eingabemasken bezüglich Unterbringungsmöglichkeiten für Kinder zu wenig flexibel. Andererseits können spezielle Bedingungen (Zusatzbett, separates Zimmer) nicht berücksichtigt werden. Die Anzahl der Kinder wird zwar in die Abfrage aufgenommen (Ausnahme: Booking.com), gerechnet werden meistens aber die Preise für Vollzahler.

Fazit
"Die" günstigste Buchungsvariante gibt es nicht. Eine generelle Empfehlung für ein Buchungsportal im Internet können die Tester nicht geben. Nur wer mehrere Portale durchsucht und zusätzlich eine Direktanfrage im Hotel stellt, kann Urlaubsgeld sparen.

HOTELBUCHUNGEN IM INTERNET

Gut für den ersten Überblick. Die Buchungsportale liefern rasch einen Eindruck von Angebot und Preisniveau. Sie sind aber nicht in jedem Fall günstiger!

Keine vorschnelle Buchung. Nur wer mehrere Angebote vergleicht, kann günstig buchen. Preisunterschiede von bis zu 30 Prozent sind keine Seltenheit, in manchen Hotels lohnt sich eine Direktanfrage.

Für Familien weniger geeignet. Die Auswahlmöglichkeiten sind online beschränkt. Für Familien und Gruppen kann das Buchen über ein Reisebüro direkt sinnvoller sein, wobei Portale natürlich eine ideale Information vorab bieten.

Wichtiges Kleingedrucktes. Preiszuckerln für Hotelübernachtungen sind mit eingeschränkten Buchungsbedingungen verbunden. Vor dem endgültigen Buchungsklick unter anderem Stornobedingungen nachlesen.

Zeitschrift "Konsument"

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