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15.04.2009

Fischerei: Gigantische Verschwendung durch unerwünschten Beifang

Der WWF hat rund zwei Drittel der weltweiten Meeresfischerei auf ihren Beifanganteil untersucht. Er beträgt etwa 40 Prozent, umgerechnet sind das rund 39 Millionen Tonnen Fisch. Das bedeutet, dass fast jeder zweite gefangene Fisch unerwünscht ist und nicht ordentlich verwertet wird. Große Teile des Beifangs werden daher als toter Müll noch auf See über Bord geworfen.

Gigantische Verschwendung
Fast die Hälfte aller weltweit gefangenen Meerestiere gerät unerwünscht in die Fischernetze. Mindestens 40 Prozent sind sogenannter Beifang, wie eine neue Studie der Umweltstiftung WWF ergeben hat.

Der World Wide Fund for Nature prangert darin eine gigantische Verschwendung im industriellen Fischfang an. Große Teile des Beifangs würden als toter Müll noch auf See über Bord geworfen. Andere würden zwar verwertet, aber ohne angemessenes Management gefischt, kritisierte der WWF Deutschland.

Ökologische Krise
"Wir steuern auf eine ökologische, ökonomische und humanitäre Krise zu, wenn die weltweite Fischerei nicht auf nachhaltige und zielgenauere Fangmethoden umstellt", sagte WWF-Fischereiexpertin Karoline Schacht. Für den Report wurden rund zwei Drittel der weltweiten Meeresfischerei auf ihren Beifanganteil untersucht.

Insgesamt betrug der jährliche Fang schätzungsweise 95 Millionen Tonnen, davon wurden knapp 39 Millionen Tonnen als Beifang identifiziert. Zu den untersuchten Gebieten gehören auch die für den deutschen Handel bedeutenden Regionen des Nordost-Atlantiks und der Beringsee.

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