Logo Arbeiterkammer
Hauptnavigation weiter zur Übersicht aller aktuellen Tests nützliche Links und hilfreiche Adressen zur Startseite
zur Übersicht der Artikel aus der Sendungsreihe help-Radio
09.05.2009

Wer führt besser: Handy oder Billig-Navy?

Aktuelle Handys haben immer mehr Smartphone-Eigenschaften: Sie bieten große Displays, man kann zusätzliche Software installieren, und einige haben sogar einen GPS-Empfänger mit an Bord. Und damit werden aus den Handys ruckzuck Navigationsgeräte.


Doch wer weist besser den Weg – Handy oder Billig-Navi?

Was beim Handy "fehlt"
Einen Pluspunkt verbuchen die "echten“ Navis schon beim Kauf: Alles da, alles drin, man kann sofort loslegen. Das ist bei der Handy-Navigation nicht ganz so einfach. Achim Barczok vom Computermagazin c’t erklärt, was das Handy alles braucht: "Beim Handy-Kauf muss ich darauf achten, dass das Display hell genug ist, gut entspiegelt ist, sodass ich dann auch beim Navigieren alles gut sehen kann, dass das Display groß genug ist und dass das Handy auch laut genug ist.“

Außerdem sollte in dem Handy ein GPS-Modul zur Positionsbestimmung eingebaut sein. Und dann braucht man natürlich auch noch eine Software, die weiß, wo es lang geht, sat der c't-Experte: "Man kriegt so eine Navigationslösung in der Regel so, mit Kartenmaterial, schon ab 60 Euro, um Europakarten zu bekommen, muss man so 100 Euro für die Navigationssoftware mit den Karten inklusive einrechnen.“

Handys haben "Extras"
Dazu kommen noch, je nach Handy-Modell, 30 bis 80 Euro für Halterung und Ladekabel. Damit ist man schon deutlich im Preisbereich günstiger Navis: "Also, man bekommt inzwischen Navigationsgeräte schon ab 70 Euro, und je nach Kartenmaterial muss man dann zwischen 100 und 150 Euro rechnen, damit bekommt man schon ein Navigationsgerät mit Europakarten, das dann auch ordentlich führt und schon den einen oder anderen Dienst hat oder besondere Fahrhilfen, wie zum Beispiel die Anzeige auf welcher Fahrspur ich fahren soll.“

Dafür haben die Handy-Lösungen auch gleich eine Internet-Anbindung für zusätzliche Dienste, was man sonst nur bei teuren Navigationsgeräten findet. Allerdings kosten die Extra-Dienste auch Extra-Geld.

Unentschieden
Es läuft also auf ein klassisches Unentschieden hinaus, findet c’t-Experte Achim Barczok:

"Im Prinzip können sowohl Handys mit Navigationssoftware als auch Standalone-Navigationsgeräte ordentlich führen, die meisten machen das gut. Wer einfach ein bisschen bequemer ist und nicht lange überlegen muss, der wird sich sicherlich eher ein Standalone-Navi kaufen. Wer ein gutes Smartphone hat, das eben einen GPS-Empfänger hat, und einfach nur ein Gerät möchte, der ist damit besser bedient. Aber im Prinzip kommt man mit beiden gut zum Ziel.“

c't: "Alles an Bord!"

HELP, das Konsumentenmagazin
Jeden Samstag, 11:40 h, Ö1

Link öffnenhelp@orf.at

ORF

Übersicht: Alle ORF-Angebote auf einen Blick

ORF