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WWF fordert Verkaufsstopp für Sushi-Thunfisch / Bild: Michel Gunther/WWF-Canon
09.07.2009

WWF fordert Verkaufsstopp für Sushi-Thunfisch

Die Blauflossenthunfisch-Population im Mittelmeer droht bis 2012 auszusterben, warnt die Umweltschutzorganisation WWF. Sie fordert Händler, Restaurants, Verbraucher und vor allem Sushi-Meister dazu auf, zumindest so lange auf die begehrte Delikatesse zu verzichten, bis sich die Bestände wieder erholt hätten.


Wenn sich an der Fischereipraxis nichts ändere, könne die fortpflanzungsfähige Population WWF-Untersuchungen zufolge bis zum Jahr 2012 aus dem Mittelmeer verschwunden sein.

Gutes Beispiel
In Österreich sind es laut WWF vor allem die Sushi-Bars, die den Blauflossentunfisch (auch Roter Tunfisch genannt) als Delikatesse servieren. Auch die Sushi-Meister in Österreich sollten mit gutem Beispiel vorangehen, fordert der WWF, und durch ihren Verzicht mit helfen, den Blauflossentunfisch zu retten.

Blauflossentunfisch
In den vergangenen 50 Jahren ist die Blauflossentunfisch-Population im Mittelmeer um etwa 75 Prozent eingebrochen. Bestandsuntersuchungen sehen die fortpflanzungsfähige Population akut in ihrer Existenz gefährdet. Nach dem Jahr 2012 droht die unwiederbringliche Ausrottung der Tunfische im Mittelmeer.

Als erster Staat der Erde hat das Fürstentum Monaco reagiert. Der Mittelmeeranrainer hat sich im April 2009 öffentlich dazu bekannt, keinen Blauflossentunfisch mehr zu verkaufen. Alle Restaurants, Einzelhändler und Chefköche haben die bedrohte Art vorerst aus ihren Regalen und von ihren Speisekarten genommen.

Nachhaltigkeit
Bei Fisch kommt es eben leider nicht mehr nur auf Geschmack und Qualität an, sondern auch auf Nachhaltigkeit. Und wer künftig auf diese Delikatesse nicht verzichten wolle, müsse jetzt darauf verzichten, sagt der WWF.

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