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Digitalkameras im Test / Bild: APA
14.11.2009

Digitalkameras im Test

Digitalkameras sind nach wie vor Kassenschlager im Weihnachtsgeschäft. Die Industrie liefert im Halbjahresrhythmus neue Modelle, die, wenn schon nicht immer mit technischen Neuerungen, dann zumindest mit neuem Design aufwarten. Der VKI hat in der kommenden Dezember-Ausgabe des "Konsument" aktuelle Modelle unter die Lupe genommen – und die Gelegenheit genutzt, um einen Blick auf die immer häufiger angebotenen Geräteversicherungen zu werfen.

Kaum technische Änderungen
Insgesamt 19 Digitalkameras hat der VKI im vorweihnachtlichen Test untersucht. Überraschungen blieben dabei aus, so VKI-Experte Paul Srna: "Jede bekannte Firma bringt im Abstand von etwa einem halben Jahr neue Modelle auf den Markt. Die Änderungen sind eher gering."

Neu seien oft nur die Produktbezeichnungen neu, die Qualität der Kameras bleibe konstant. Die Megapixelschlacht vergangener Tage sei ebenfalls vorbei. Kameras mit einer Auflösung von weniger als acht Megapixel seien kaum mehr zu finden, und acht Megapixel seien für die allermeisten Anwender völlig ausreichend, so der VKI-Tester.

"Automatikfunktionen reichen aus"
Mehr als bei der Technik der Kameras hat sich bei der Kategorisierung des Tests getan: Die Kameras wurden in kompakte Einsteigermodelle, die kaum manuelle Einstellungsmöglichkeiten bieten, in Modelle für Fortgeschrittene, die etwa über ein breiteres Brennweitenspektrum verfügen, und in High-End-Modelle, zum Beispiel Spiegelreflexkameras, eingeteilt. "Für alle drei Gruppen gilt, dass die Automatikfunktionen inzwischen ausgereift sind, und wenn man sich nicht ziemlich intensiv mit dem ganzen Thema Fotografie beschäftigt, kommt man mit den Automatikfunktionen sehr gut zurande", so Srna.

Warum also zu einem High-End-Gerät greifen, das immerhin mindestens das Doppelte einer einfachen Kompaktkamera kostet? "Die wirklichen Vorteile von High-End-Kameras kommen erst dann zum Tragen, wenn man sehr, sehr genau schaut, wenn man Groß-Vergrößerungen, 30 mal 40, verwendet, oder einen sehr hochauflösenden, guten Bildschirm für die Präsentation verwendet."

Vorgängermodelle oft günstiger und gleichwertig
Die VKI-Tester vergaben diesmal kein "Sehr gut". Die besten ihrer Kategorie erhielten die Note "Gut": Unter den Kompakten die Casio Exilim EX-H10, unter den Fortgeschrittenen die Samsung WB1000 und in der Oberklasse die Canon EOS 500D. Eine "gute" Kamera sei jedoch bereits völlig ausreichend, so Paul Srna: "Kleiner Tipp dazu: Nicht nur im Internet schauen sondern vielleicht auch bei seinem Fotohändler, ob er nicht noch ein Vorjahresmodell, oder ein Modell hat, das schon sechs Monate alt ist." Diese Modelle seien oft deutlich günstiger, ohne ihren Nachfolgern technisch unterlegen zu sein.

Geräteversicherungen nicht empfehlenswert
Rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft hat der VKI auch Elektrogeräteversicherungen analysiert, die neben Kameras auch für Handys oder Laptops immer häufiger beim Kauf angeboten werden. Das Fazit früherer Tests wurde bestätigt: Die Prämien sind oft sehr hoch, die Leistungen durch Selbstbehalte eingeschränkt und Ausschlüsse - wie etwa keine Versicherungsleistung bei Diebstahl - die Regel. In den meisten Fällen sind solche Versicherungen also nicht sinnvoll, resümiert der VKI.

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