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03.03.2010

Bankgeschäfte könnten für Kunden teurer werden

Die österreichischen Bankkunden müssen sich darauf einstellen, dass Bankgeschäfte in absehbarer Zeit teurer werden. Die Österreichische Nationalbank (OeNB) hat nach Bewertung der ersten Jahresergebnisse der Banken im Inland für 2009 festgestellt, dass die Institute im Kerngeschäft mit Krediten und Einlagen zu wenig verdienen um Ausfälle abdecken zu können.


Der Jahresüberschuss der Banken im Inland (ohne Auslandstöchter) sei nach erster Berechnung im Jahr 2009 von 1,89 Mrd. Euro auf 280 Mio. Euro eingebrochen. Im Wesentlichen lag das laut OeNB-Direktor Andreas Ittner daran, dass einige Banken relevante Verluste auswiesen.

Niedrige Zinsmargen
Sorgen macht der Notenbank aktuell das Spannengeschäft. Die Zinsmarge im Inland liege unter 0,9 Prozent. Das lasse "vermuten, dass die Risikokosten möglicherweise nicht in vollem Umfang abgedeckt sind", so Ittner am Mittwoch im Klub der Wirtschaftspublizisten.

0,9 Prozent seien sicher nicht ausreichend. Vor zehn Jahren seien es 1,9 Prozent gewesen. Trotz der Feststellung, dass das Zinsgeschäft nicht ertragreich genug ist, sind die Zeiten "verordneter" Spannen oder Zinsen vorbei, betont die OeNB laut APA. Deshalb gebe es auch keine Empfehlung auf einen Zielwert.

Gebührenerhöhung oder andere "Quellen"
Ob Banken als Konsequenz nun an der Zinsschraube drehen, Gebühren erhöhen oder andere Ertragsquellen anzapfen sollen, wurde nicht gesagt. Fest steht lediglich, dass ein Ausweichen in die Spekulation als ausdrücklich unerwünscht gilt und dass die heimischen Banken im internationalen Vergleich auch noch deutlichen Aufholbedarf beim Kapital haben.

Klar sei auch, dass dies alles wer zahlen müsse, räumt die Notenbank ein. Alle müssten sich bewusst sein, dass es "mehr Sicherheit nicht umsonst" gebe, sagte Ittner.

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